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Für einen „Kurz“-Rücktritt war es allerhöchste Zeit, Pamela Rendi Wagner brauchte es auf den Punkt!

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Die türkise Makulatur

Die hehren Abschiedsworte

ÖSTERREICH/DEUTSCHLAND. (km/afm) Während im Kampf gegen die Pandemie schwerste Nachlässigkeiten über die Bühne gingen und das mittlerweile äußerst unbeliebte Amt des Gesundheitsministeriums dem grünen Koalitions-partner bewusst weiter überlassen bleibt, leistet sich der nunmehr wieder „schwarze“ (vormals türkise) VP-Regierungsteil eine Krise, die für den Souverän eine Beleidigung sind. Das österreichische Volk erlebt in 56 Tagen drei Bundeskanzler der VP. Das türkise Konzept des Sebastian Kurz war reine Makulatur, die sich nie richtig durchgesetzt hat.

 

Die türkise Makulatur

 

Weder mit dem Partner FPÖ unter H. C. Strache hat das Konzept funktioniert (von der Ibizza-Affäre einmal abgesehen), noch hat es funktioniert mit dem grünen Partner, der ja eigentlich auch immer wieder vor den Kopf gestoßen wurde. Inmitten der gefährlichsten Gesundheitskrise der zweiten Republik verlassen wichtige türkise Entscheidungsträger ihr Amt und stellen es zur Verfügung. Gegen Kurz wird ermittelt, was momentan gar zu gern vergessen wird, aber das ist dann ab Montag, 06. Dezember 2021 seine Privatsache. Aber - wie es allgemein Usus ist - hat er ja schon drei Wirtschaftsjob-Angebote. Bleibt nur abzuwarten, ob ein vielleicht „Vorbestrafter“ noch eingestellt wird.

 

Die hehren Abschiedsworte

 

Das hat er ja in seiner Abschiedsrede mit hehren, aber nichtssagenden Worten sogar noch bestätigt. Denkt frau/man an die „Kurz-Philosophie“, so fällt in seine politischen Amtszeiten sehr früh die Verschredderung der Festplatten durch eine „amtsfremde Firma“, die gar nicht legal gewesen sein konnte. Und in diesem Stile ging es weiter und Kurz hat immer erst dann reagiert, wenn es für ihn gefährlicher erschien. Was die Strafermittlungen anlangt, so kann frau/man nicht „hineinsehen“ und kann nicht beurteilen, wie es bei den Ermittlungen aussieht, denn das ist Sache der Staatsanwaltschaft. Aber es scheint, dass seine in der Abschiedsrede genannten Begründungen mit keinem Wort die Ermittlungen gegen ihn erwähnte und wo bleibt da die Wahrheit für seine früheren Wählerinnen und Wähler? Aber es wird sich zeigen, ob da noch andere Wahrheiten ans Licht kommen. Eigentlich hatte Kurz ja vielleicht vor einiger Zeit noch an eine Rückkehr gedacht. Aber realistisch gesehen: Wenn ermittelt wird, dann kann dies lange dauern. Allerdings kann über Kurz auch von einer anderen Perspektive nachgedacht werden. Dazu ist es allerding notwendig, ihn abgetrennt von seiner Partei zu beurteilen. Und hier war er sicher wegen seinen anfänglichen Erfolgen zu beurteilen, wovon die VP profitierte. Seine Jugend und sein schneller Aufstieg ließ ihn mit Sicherheit als „Ausnahmepolitiker“ erscheinen.