Ein dem IS nahestehender Terrorist verübt Anschlag in Wien, kein Hinweis auf mehrere Täter

Die österreichische Bundesregierung gibt neuen Lockdown „light“ für heute 0.00 Uhr bekannt.                                                                  TV-Foto: Mühringer

Wir müssen wieder dicht machen

ÖSTERREICH. (km/afm) Die Zahl der Corona-Infizierten ist am vergangenen Freitag weiter nach oben marschiert. Da auch die Intensivstationen immer voller werden, setzt die Regierung auf weitere Einschränkungen, die allerdings weniger weit gehen als im Frühling. Besonders betroffen ist die Gastronomie, die keine Gäste mehr empfangen darf. Auch die Kulturbranche wird mehr oder weniger stillgelegt. Eine nächtliche Ausgangsbeschränkung soll Privatfeiern, die als Treiber der Pandemie gelten, zum Erliegen bringen.

 

Mit 5.627 Neuinfektionen war am Freitag ein neuerlicher Rekord erzielt worden, besonders Oberösterreich mit mehr als 1.300 Fällen ist betroffen. Zum Vergleich: Freitag vergangener Woche gab es (bloß) 2.571 Neuinfektionen, in Oberösterreich 552. Ein Ausreißer nach oben waren die Zahlen von Freitagvormittag nicht. Am vergangenen Wochenende stieg die Zahl gegen 6.000 Neuinfizierte und darüber.

 

Der neue „Lock-down light“ und dessen Inhalt

 

Das treibt die Bemühungen um eine Eindämmung der Pandemie weiter an. Schon seit Donnerstag spät Abend kursieren Verordnungsentwürfe, die zwar nicht endgültig sind, aber wohl bereits die Richtung angeben. Was die Gastronomie betrifft, wird diese auf Lieferservices und Take-away beschränkt.

Wie lange man sich die Speisen abholen kann, wird von der Ausgestaltung der Ausgangsregelung abhängen. Vorerst war geplant, dass man von 20 bis 6 Uhr das Haus nur in Ausnahmefällen verlassen kann. Ganz fix war es allerdings nicht, ob hier nicht doch noch Spielraum für eine Verkürzung dieser Phase besteht. Ohnehin handelt es sich um keine Ausgangssperre, sind doch zahlreiche Ausnahmen vorgesehen. Von Familienbesuchen bis zum abendlichen Sport im Freien wird vieles weiter möglich sein.

 

Enttäuschung für Sport- und Kulturevents

 

Dafür gibt es für Kampfsportler und andere, die Sport mit Körperkontakt betreiben, nach bisher vorliegenden Plänen eine Enttäuschung. Sind sie keine Leistungssportler, müssen sie pausieren. Joggen, Tennisspielen, Golfen und Ähnliches bleibt wohl erlaubt. Schwimmen wird hingegen schwierig, da Bäder genauso wie Fitness- oder Yogastudios geschlossen werden dürften.

 

Gleiches blüht beispielsweise Theatern und Freizeitparks. Ausgenommen werden könnten noch Tiergärten, Bibliotheken und Museen. Sportevents können stattfinden, aber ohne Publikum. Freilich fix ist das alles noch nicht. Das gilt auch dafür, dass die bisherigen Verordnungsentwürfe Friseure und Kosmetikstudios offen lassen würden.

 

Distance learning

 

Diskutiert wird wird noch darum, ob die Oberstufe für den Lockdown auf Distance-Learning umstellen muss. Grundsätzlich werden Kindergärten und Schulen aber offen bleiben.

 

Auch im benachbarten Bayern und Deutschland tritt ein neuer „Lock down“ mit strengeren Maßnahmen in Kraft.

Stand: 02.11.20, 19:41, Fortsetzung zum Wochenende

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