AUS DEM BRAUNAUER GESCHICHTSSPIEGELPORTAL aus

GEGEBENEM ANLASS 2020

AUSZUG AUS DER HISTORISCHEN AUFARBEITUNG BRAUNAUS

IST „CÄSARENWAHN“ EINE BIS JETZT NICHT ERKANNTE GEHIRN- UND GEN-ERKRANKUNG?

LINK ZU BRAUNAU HISTORY

FEHLER IN DEN DIKTATORBIOGRAFIEN

EIN WEITERES, WÜRDIGES ZEICHEN AUS BRAUNAU, VIELES GESCHICHTSAUFARBEITUNG WERDEN ZU LASSEN

BEWEISDOKUMENTE RECHERCHIERT VON MAG. FLORIAN KOTANKO

ÜBERGANG UND INHALT ZUR SAMMLUNG UND SPIEGELUNG VON WIDERSTÄNDEN GEGEN DIKTATUREN JEGLICHER HERKUNFT

Grenzüberschreitender, geschichtswissen-schaftlicher Versuch, gerade von unserer Stadt aus, Diktaturen den internationalen Nährboden zu entziehen:

Niemals wieder Diktatur - EINE DEUTLICHE BOTSCHAFT BRAUNAUS AN DIE WELT!

Beiträge zu dieser Botschaft - von allen Seiten beleuchtet:

Ist Cäsarenwahn eine bis jetzt nicht erkannte Gehirn- und Gen-Erkrankung?

Seit geraumer Zeit wird von den Print- und TV-Ausgaben des Spiegel Online, führenden Geschichtswissenschaftlern und Neurologen sowie Journalisten versucht, die Geisteskrankheit (Psychose) des „Cäsarenwahns“ festzuhalten und zu dokumentieren. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Geisteskrankheiten zählten Persönlichkeiten wie die römischen Kaiser Caligula („Soldaten-stiefelchen“) und Nero, Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler sowie der rumänische Diktator Ceaucescu samt Gattin, aber auch Stalin, Honnegger samt Gattin, Saddam Hussein und Hitlers Gefolgsleute im engen Kreis, nicht zuletzt auch Bennito Mussolini. Ihnen allen seien krankhafte Gehirn-veränderungen eigen, die nicht schon von Geburt an vorhanden sein müssen, bei unseren genannten Erkrankten (nicht erschöpfend) waren sie auch durchaus nicht gleich von Beginn an vorhanden. Aber auch Massen- und Triebtäter ohne Motiv fallen allgemein darunter.

 

Die Krankheitssymptome

 

Zu den Attributen, die ihnen eigen sind, ist eine Linie zu erkennen. So zum Beispiel neigen sie zu fehlendem Mitleid, übermäßiger Grausamkeit, überdurchschnittlich fehlendem Schamverhalten sowie geradezu nicht zu bremsende Selbstüberschätzung, verbunden mit bekannten historischen Unwahrheiten („Kein Mensch hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“ oder „Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“).

 

Seltener natürlicher Tod

 

Bei den von uns aufgezählten Beispielen fällt auch auf, dass sie bis auf zwei Erkrankte keines natürlichen Todes starben, einigen von ihnen wurde sogar der Prozess mit anschließender Hinrichtung bereitet. Gerade durch ihre grausamen und schamlosen Taten (Verwandten- und Gefolgsmorde, inzestiöses Verhalten etc.) reihen sie sich aneinander und lassen die erwähnten Auffälligkeiten erkennen. Die Wissenschaft arbeitet an dieser neu auffallenden Erkrankung und frau/man darf gespannt sein, ob nicht vielleicht eine massive Genschädigung die Schuld an ihren´Auffälligkeiten trägt.

 

Der jüngste wissenschaftliche Stand

 

Tatsächlich wurde seit 2017 durch Gehirnforschung bewiesen, dass sich die Symptome in einer einzigen Gehirnsynapse vereinigen, welche die Aufgabe hat, dieses Verhalten zu steuern. Bei Fehlen oder Schädigung letzterer könnte die oben genannte Geisteskrankheit entstehen. Sie wäre demnach auch bei Massen- und Triebtätern ohne Motiv nachweisbar. Das Fatale daran: Sie gilt bislang als unheilbar!

Wie soll es anders sein - ein weiterer Gerüchteweg fand seinen Weg nach Braunau, die Stadt wurde zum Schlagzeilenhit:

Der Dämon, seine Ersatzreligion, weiche und heilende Drogen bis hin zu Chrystal-Extasy (Fliegersalz)

Jahrzehntelang verband die Zeitgeschichte die Stadt Braunau am Inn mit der zufälligen Geburtsstadt Adolf Hitlers. Gerüchten, dass dies kein reiner Zufall war, wurde viel zu wenig entgegengewirkt und international völlig falsch bewertet. Ja, noch viel schlimmer: Ein weiteres Gerücht fand seinen Weg nach Braunau: Die Ersatzreligion von Göring & Co. Und danach: ANSTATT DIE EIGENEN ROLLE DES DRITTEN REICHES GE-SCHICHTLICH AUFZUARBEITEN, STÜRZTE SICH DAS INTER-NATIONALE JOURNALISTENKOLLEGENTEAM ZUR ABLENKUNG AUF BRAUNAU.

 

Auch die Nazi-Ersatzreligion, der Okkultismus und die Gralssuche führte nach dem 2. Weltkrieg DURCH Schlagzeilenjournalismus - wie soll es anders sein - gerüchtweise schon wieder nach Braunau

 

Sehr interessant war auch der Hang der Nazis zum Okkultismus und zur Gralssuche. Dem Führer sei durch Hanussen (einem bekannten Okkultisten seiner Zeit) eingeredet worden, er müsse eine Alraunwurzel, welche sich im Braunauer Schindacker befände, erwerben, um zukünftig erfolgreich zu sein. Tatsächlich soll diese Wurzel von Hanussen geholt worden sein, wie die Geschichte bewies, dürfte sie allerdings ihre Wirkung verfehlt haben. Adolf Hitler soll Hanussen beseitigt haben, damit nicht aufkäme, dass er zusammen mit Göring eine Art Nazi-Ersatzreligion etablieren wollte. Tatsächlich glaubten beide an die Wirkung der Wurzel. Wie Hanussen gestorben ist, bleibt dennoch bis heute ein Rätsel, seine jüdische Herkunft jedoch nicht.

 

Die magsiche Alraunewurzel

 

Zur Wirkung der Wurzel  existiert übrigens  auch eine  sehr  genaue Beschreibung der heiligen Hildegard von Bingen, welche ihr eine berauschende zuschrieb, je nach Art der Zubereitung. Zufällig entdeckte sie auch die heilende Wirkung der Cannabispflanze. Dass führende Nazigrößen stark drogensüchtig waren, ist geschichtlich bewiesen. Allerdings blieb ihr Konsum nicht bei weichen Drogen - den beiden letztgenannten heilenden - hängen, sondern reichten sogar bis zum Fliegersalz - einem Vorläufer von Chrystal-Exstasy!

 

Das internationale Journalistenkollegenteam stürzte sich mit Vergnügen auf die Geburtsstadt des Dämons UND DAS BIS ZUM HEUTIGEN HÖHEPUNKT 

 

Dies mag auch mit dem Buch „Mein Kampf“ in Zusammenhang stehen. Den einzigen Fehler, wenn überhaupt einen, hat Braunau durch das Schweigen gemacht. Dies aber nur, um nicht noch mehr ungerecht ins Gerede zu kommen. Doch da begann es erst recht und selbst die demokratischen Wahlen in Braunau, welche alle in ihrem Ergebnis sehr eindeutig und sogar mit absoluter Mehrheit antifaschistisch – wenn man so will – verliefen, konnten dem nicht entgegenwirken. Die Hitler-Manie der Berichterstatter über Braunau kann schon fast als legendär gelten. Mittlerweile haben es die BraunaurInnen aber endgültig satt, journalistisch einem historischen Dämon stellvertretend dienlich zu sein. Aber der Höheunkt kommt 2020: Damit wir dem Nazitourismus keinen Hinweis mehr auf Mauthausen und Belsen geben können, soll der Mahnstein entfernt werden.

 

Entgegenwirken durch Geschichtsaufarbeitung in Braunau und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein, geht es nach dem Innenministerium

 

Erst als man begann, mit den Zeitgeschichtetagen und der historischen Webseite braunau-history.at national und international aufzuzeigen, dass Lügen und Gerüchte der Stadt Braunau am Inn  ungerechterweise massiv geschadet haben, klangen diese langsam ab und ließen  Braunau/Inn als das erscheinen, was es wirklich war und ist - eine Stadt, wie jede andere auch. Durch die ungerechtfertigte weltanschauliche Verbindung unserer Stadt mit Adolf Hitler haben aber gerade wir die historische und gesellschaftliche Glaubwürdigkeit, jeglichem diktatorischen Gedankengut entschieden entgegenzutreteten.

 

http://www.braunau-history.at

Eine Rückschau der Arbeit in Braunau am Inn:

Fehler in den Diktatorbiografien!

NW 1982_06-25 Hitler Ausschnitt.

Alle Fotos: 08-17

ÜBERREGIONAL. (APA/DPA/08-17/km). Wie die Braunauer Kommunikationsagentur Marschall, entgegen aller bisherigen Bio-graphien kürzlich berichtete, war Adolf Hitler nicht, wie auf Grund einer 1945 gemachten Aussage von Adolf Hitlers Schwester Paula immer behauptet wird, das vierte, sondern das dritte Kind des Ehepaares Alois und Klara Hitler

 

 

Diese Meldung wurde auch von APA und DPA veröffentlicht und hat international enormes Echo ausgelöst.

 

Baunau-hinstory

 

Auf Braunau-history finden unsere Leserschaft dazu einige, zu dieser Thematik passende Dokumente. So wie überhaupt das Geschichtsportal spannend aufbereitet ist und wer die Vergangenheit besser kennenlernt, dem öffnen sich bislang ungeahnte Möglichkeiten. Oft es so, dass im Nachhinein eine schon gebildete Meinung über diesen und jenen Vorgang und den Ereignissen, revidiert wird, weil man als Zeitgenossin oder Zeitgenosse, diese schlimme Zeit nicht körperlich anwesend erlebt hat. Da passiert es oft, dass nach falschen (vorsätzlich oder unbewusst) Infos sich voreilig eine falsche Meinung einnistet. Das Braunauer Geschichtsportal dient natürlich zum Gutteil historischer Aufarbeitung, aber das ist nicht das wichtigste Thema, denn das heißt objektive Berichterstattung und/oder das Bemühen darum. So wundert nicht, dass sich international immer mehr für „Braunau-history“ interessiert wird, das kann man an den Besucherzahlen erkennen.

 

Siehe Anlagen

 

Und so wäre es falsch, den ganzen Inhalt schon vorab zu publizieren, denn wir sehen in der Berichterstattung vorwiegend auch die Aufgabe darin, sich das Portal www.braunau-history.at selbst aufzuschlagen und es einmal zu „durchforsten“. Wir gewinnen jede Wette, wenn sich nach dem Befassen der virtuellen Berichterstattung mit Sicherheit einmal täglich eine Meinung ändert. Unsere Leserschaft findet hier die dazu bestimmten und in Zusammenhang mit dem Thema stehenden Links.

http://braunau-history.at/w/index.php?title=Familie#Geschwister

http://braunau-history.at/w/index.php?title=Pressearchiv

Für weitere Infos steht Herr Mag. Florian Kotanko (Kontakt auf der Website) den Lesern gerne zur Verfügung.

Sterbefall Otto Hitler 7 Tage als an Wasserkopf...

Otto Hitler, Taufbuchausschnitt

Ein weiteres, freiwilliges und würdiges Zeichen aus Braunau, vieles Geschichtsauf-arbeitung werden zu lassen...

Wir sehen das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren als würdigen Anlass, den heute 73jährigen David Barry in Begleitung seiner Frau nach Braunau einzuladen, damit er erstmals jene Orte, in denen sich sein Vater in den letzten Tagen seines Lebens aufhielt, besuchen und so von seinem Vater Abschied nehmen kann“, begründet Mag. arch. Ingo Engel als Obmann des Stadtvereines diese Initiative.

 

Der Stadtverein Braunau hat für den knapp einwöchigen Aufenthalt von Mr. und Mrs. Barry ein umfangreiches Programm erstellt.  Dazu zählen Stadtrundgänge in Braunau, Burghausen und Salzburg. Am Freitag, 15. Mai, wird Mr. Barry an einer Pressekonferenz im Braunauer Rathaus teilnehmen und sich ins Goldene Buch der Stadt Braunau eintragen. Im Anschluss an die Pressekonferenz ist eine Trauerfeier auf der Innbrücke geplant. Schließlich wird Mr. Barry auch bei der offiziellen Gedenkfeier vor dem Mahnstein vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler anwesend sein.

 

Dieser Einladung gingen umfangreiche Recherchearbeiten von Mag. Florian Kotanko, wissenschaftlicher Begleiter von braunau-history.at und Obmann des Vereins für Zeitgeschichte Braunau, voraus.  Mag. Kotanko fand in verschiedenen amerikanischen Archiven schließlich folgende Fakten: Corporal Clifford Barry, geboren in Marblehead, Essex County, verheiratet mit Barbara, Vater eines Sohnes, war 30 Jahre, als er am 5. Mai starb.  Sein Leichnam wurde in seine Heimatgemeinde überführt und im Friedhof „Waterside“ beigesetzt.

 

Zugleich ergaben die Recherchearbeiten von Mag. Kotanko, dass am 5. Mai 1945 neben Mr. Barry auch der US-Soldat Richard L. Felt im Inn ertrank. Er wurde am amerikanischen Soldatenfriedhof in St. Avold in Frankreich begraben. Zu Richard Felt fand Mag. Kotanko keine Nachfahren.

 

Auf der Website des 245. Pionier-Bataillons (http://hillabee.net/245eng.htm) wird dieses tragische Ereignis beschrieben: „.... On May 5, 1945, on the eve of the end of the war in Europe, two combat engineers of Company B of the 245th, Corporal Clifford G. Barry [Marblehead, Massachusetts] and Private Richard L. Felt [Waltham, Massachusetts] were drowned while attempting to maintain the bridge. Corporal Barry and PFC Felt were both awarded the Bronze Star Medal posthumously.  The current of the Inn River, raging at this time due to the spring snow melt from the Austrian and Swiss Alps, was reported as 10 feet per second.  The bridge was eventually destroyed by the swift river on May 12, 1945.“

Eines der seltensten Farbfotos aus schlimmen Zeiten...

Beweisdokument, recherchiert von Mag. Florian Kotanko:

 

Auf der Website der 245. Pionier Kompanie (http://hillabee.net/245eng.htm) wird dieses tragische Ereignis beschrieben: „....Elements of the 80th Infantry Division quickly crossed the river and moved on into Austria on May 5th. On May 6, 1945, on the eve of the end of the war in Europe, two members of Company B of the 245th, Corporal Clifford G. Barry [Marblehead, Massachusetts] and Private Richard L. Felt [Waltham, Massachusetts] were drowned while struggling to maintain it. Corporal Barry was awarded the Bronze Star posthumously. The river current was reported as 10 feet per second. This was the first bridge built by U.S. Army Engineers across the Inn River from Germany to Austria. It was destroyed by flood water on May 12, 1945.“Auf der Website der 245. Pionier Kompanie (http://hillabee.net/245eng.htm) wird dieses tragische Ereignis beschrieben: „....Elements of the 80th Infantry Division quickly crossed the river and moved on into Austria on May 5th. On May 6, 1945, on the eve of the end of the war in Europe, two members of Company B of the 245th, Corporal Clifford G. Barry [Marblehead, Massachusetts] and Private Richard L. Felt [Waltham, Massachusetts] were drowned while struggling to maintain it. Corporal Barry was awarded the Bronze Star posthumously. The river current was reported as 10 feet per second. This was the first bridge built by U.S. Army Engineers across the Inn River from Germany to Austria. It was destroyed by flood water on May 12, 1945.“

 

Lesen Sie weiter auf braunau-history.at

Auszug aus der Sammlung des Braunauer, bayerischen und österreichischen Widerstandes gegen Hitler und Diktaturen, seien sie von  rechts, links oder religiös fundamentalistisch:

 
Widerstand im Heimatgau des kriminellen Führers und Psychoten

 

 

Von Alois-Felix Mairoll  im November 2013

 

Franz Jägerstätter – ein Antifaschist mit Zivilcourage aus dem Bezirk Braunau, dem „Heimatgau des Führers“

 

Als einer der ersten Braunauer Journalisten, welcher sich mit dem Thema „Jägerstätter“ intensiv auseinandergesetzt haben, möchte ich aus objektiver Sicht doch einiges klarstellen. Die katholische Kirche scheint – meiner Meinung nach – nicht in der Lage zu sein, einen dialektischen Mittelweg zu finden. Anfänglich schloss sie mit dem Braunauer Diktator ein Konkordat, welches den Priestern den Unterhalt sicherte, dies wohlbemerkt aus purem Eigennutz, um für diese Belange nicht das „zusammengeraubte“ Kapital aus dem zukünftig besetzten Europa verwenden zu müssen. Denn eines war den Nazis klar: Die Kirchen konnten sie nicht beseitigen, waren sie doch sowohl in der Monarchie, über die Weimarer Republik bis hin zur ersten Republik Österreich ein fest integrierter Bestandteil der Gesellschaft. Um dies alles nicht zu gefährden, schwieg sie zum Thema „Jägerstätter“, ja noch viel schlimmer: Sie wollte ihm den – ihrer Meinung nach – rechten Glauben vermitteln, indem er sich nicht über die Ansichten seines Geistlichen und Bischofs hinwegsetzen dürfe. In der Gegenwart tut frau/man sich doch schon wesentlich leichter, weil „ungefährlicher“ geworden und macht einen „Spagatsprung“, welches einen der bekanntesten Regimegegner aus unserer Heimat sogar zum „tadellosen Soldaten Jesu“ „modelliert“.

 

Die Ehre, die Enkeltochter kennenzulernen

 

Ich persönlich hatte die Ehre, seine Enkeltochter, welche in Braunau lebt, kennenlernen zu dürfen. Als ich ihr bei unserer ersten Begegnung vor über zehn Jahren diese „Ehre“ mitteilte, sagte sie verwundert: „Das hat auch noch keiner zu mir gesagt“! Und tatsächlich war es so, man musste sich damals noch hüten, dieses Thema positiv (in Jägerstätters Weise) in den Gastlokalen des Bezirkes anzuschneiden, um nicht jählings aus letzterem „hinauszufliegen“ und Lokalverbot zu erhalten. Um noch einmal zu den Nazis zurückzukehren: Diese „Gaunertruppe“ war alles andere als dumm, ihn als „Bibelforscher“ zu bezeichnen,  welche auch heute noch richtigerweise mit einer gewissen christlichen Vorsicht betrachtet werden, brachte ihnen postwendend die Zustimmung katholischer Kreise.

 

Ein „religiöser Spinner“ immer noch besser, als sich mit der SS anzulegen 

 

Ein religiöser „Spinner“ war allemal noch besser, als sich mit dem kriminellen „Führer“ und seiner ebenso verbrecherischen Clique anzulegen. Franz Jägerstätter war ein ideologischer „Rebell“, welcher dem „Rebellen“ Jesus nachfolgte: „Kein Stein wird auf dem anderen bleiben“, heißt es da und von den „Trümmern des alten Testaments“ wird gesprochen und geschrieben. Der Rebell war nicht nur den pharisäischen Theologen des damaligen, jüdischen Glaubens (mit dem heutigen und dem des Dritten Reiches nicht vergleichbar) ein Dorn im Auge, sondern auch den Reichen und Mächtigen jener Zeit: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ hieß nichts anderes, als dass dem Kaiser nichts mehr blieb, weil dem Schöpfer (welcher nichts verlangt, weil im Vordergrund die Freiheit steht, sich für ihn oder gegen ihn zu entscheiden) alles zusteht und für den Kaiser nichts mehr übrigbleibt. Und so wurde Jesus auch ein Rebell gegen den römischen Staat: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in das Reich Gottes eingeht!“

 

Franz Jägerstätter - der Nachfolger des „rebellischen Gottessohnes!“

 

Nach dem römischen Strafrecht erlitt er auch genau die rechtliche Sanktion, welche gegen Rebellen angewandt wurde – die Kreuzigung, sein „Nachfolgerebell“ die Enthauptung im Dritten Reich. Rebellen wird die Eigenschaft eines Soldaten in Abrede gestellt, denn: Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitsheld! Aus dieser Sichtweise steht Franz Jägerstätter in einer Reihe mit Graf Schenk von Stauffenberg, der „weißen Rose“, Oskar Schindler sowie Georg Elsner und dem guten Bruder Görings, um nur einige zu nennen. Ihre Gemeinsamkeit war die Zivilcourage. Franz Jägerstätter starb durch das Fallbeil, ebenso die Geschwister Scholl, verurteilt durch den „Antijuristen“ Roand Freisler. Graf Stauffenberg wurde wegen Hochverrats in Berlin standrechtlich erschossen.

 

Kommentar vom 5. Dezember 1996 im Braunauer Lokalspiegel

 

Der  Kommentar  des Lokalspiegel-Chefredakteurs: JÄGERSTÄTTER - WO LIEGT DAS PROBLEM?   erregt  allgemeinen  UNMUT  und   wird auch im Internet veröffentlicht.