SPORTSPIEGELUNGEN INTERNATIONAL mit WM 2018 in Russland 34

Finale: Frankreich versus Koroatien 4:2 (2:1)

Luka Modric ist der Spieler der WM 2018!

 

Kroatiens Kapitän darf sich damit nach dem verlorenen Endspiel gegen Frankreich (2:4) über den „Goldenen Ball“ freuen und folgt damit Lionel Messi nach, der den Titel vor vier Jahren in Brasilien verliehen bekam.

 

Courtois Torhüter des Turniers, Kylian Mbappe erhält sen „Young Player Award“

 

Als Torhüter des Turniers wird Belgiens Keeper Thibaut Curtois ausgezeichnet, der „Young Player Award“ geht mit Kylian Mbappe an einen frisch gebackenen Weltmeister.

 

Den "Fairplay Award" verleiht die FIFA an Spanien.

 

Torschützenkönig ist Englands Harry Kaine mit sechs Treffern.

Vom Pech verfolgte Kroaten sind Vizeweltmeister

La grande nation est l`equipe nombre un du monde!

MOSKAU/LUSCHNIKI. (Laola1/getti/fm) Heute stand Russland, Moskau und das Luschniki-Stadtion zum allerletzten Mal nach 15 Tagen im sportlichen Weltmittelpunkt. Neben den Abschlussfeierlichkeiten, der FIFA-Pokal- und Silbermedaillenüberreichung an die beiden Bestplatzierten sah frau/man/man ein Match, wie es immer gewünscht wird. Schnell, rasant und abwechslungsreich. Jedoch auch vom Pech verfolgte Kroaten mit einem Gegentor, das aus einem Freistoß entstand, der nicht gegeben hätte werden dürfen und mit einem überragenden Ballbesitz gegenüber Frankreich. Auch ein kurisoses Tor, über das noch lange gesprochen werden wird fiel in der zweiten Spielhälfte, als Frankreichs Torhüter an einem einzig und allein vor ihm stehenden kroatischen Stürmer vorbeischießen wollte, seinen Fuß aber zu einem Gegentor traf. Aber dennoch: Die „Grande Nation“ ist fußballerisch „l`equipe  nombre un du monde“! 

 

En detail

 

Frankreich ist Weltmeister! Die Franzosen setzen sich im Finale der FIFA WM 2018 in Russland mit 4:2 gegen Kroatien durch. „Les Bleus“ holen zum zweiten Mal nach 1998 den WM-Titel.

 

Erstes Eigentor in einem WM-Finale nach unrechtmäßigem Freistoß

 

Ein Eigentor von Mario Mandzukic nach einem – zu Unrecht gepfiffenen – Freistoß von Antoine Griezmann sorgt in der 18. Minute für die Führung der Franzosen. Es ist das erste Eigentor in einem WM-Finale. Zehn Minuten später gleicht Ivan Perisic mit einem Schuss ins Eck aus (28.).

 

Elfmetertor nach Video-Schieri-Entscheid

 

Ein Elfmeter-Tor von Antoine Riezmann in der 38. Minute bedeutet die neuerliche Führung Frankreichs. Dem Strafstoß vorangegangen ist ein Handspiel von Perisic, das der argentinische Referee Nestor Pitana nach Video-Entscheidung erkennt.

 

„La grande nation“ legt zu, aber es fällt das kurioseste Tor dieser WM

 

Nach der Pause legt die „Equipe Tricolore“ nach. In der 59. Minute trifft Paul Pougba mit einem Schuss aus 17 Metern. Kylian Mbappe setzt in der 65. Minute noch einen drauf. Nach einem großen Patzer von Goalie Hugo Lloris bringt Mario Mandzukic die Kroaten in der 69. Minute noch einmal heran.

 

Kroatien scheint „Lieblingsgegner“ der Franzosen zu sein

 

Die Franzosen gingen zwei Jahre nach dem verlorenen Duell mit Portugal bei der Heim-EM 2016 als Sieger aus einem Endspiel hervor. Und das mit dem mit im Schnitt 26 Jahren und 90 Tagen jüngsten WM-Finalteam seit  Argentinien 1978. Kroatien bleibt ein gern gesehener Gegner, auch im sechsten Duell gab es keine Niederlage und den vierten Sieg. Zwei davon bei WM-Turnieren. Beide Teams konnten personell aus dem Vollen schöpfen. Wenig überraschend kamen bei den Franzosen jene elf Spieler zum Einsatz, die auch beim Halbfinal-1:0 gegen Belgien in der Startformation gestanden waren. Kroatien-Teamchef Zlatko Dalic setzte auf jene Akteure, die auch beim 2:1-Sieg nach Verlängerung über England begonnen hatten.

 

Kroaten beginnen stark

 

Nach der feierlichen Schlussfeier legten die Kroaten gleich gut los, waren trotz einem Tag weniger Regeneration und der größeren Strapazen aufgrund von drei Verlängerungen bissiger, aggressiver und mutiger. Die Franzosen waren auf eine stabile Defensive bedacht, gingen kein Risiko ein. Das Spiel nach vorne war fast gar nicht vorhanden, der erste Treffer gelang ihnen aber trotzdem. Griezmann bekam einen strittigen Freistoß zugesprochen und seine Hereingabe lenkte Mandzukic unglücklich per Kopf ins eigene Tor ab.

Die Kroaten ließen sich davon aber nicht beirren, zogen ihr Spiel weiter durch und wurden auch schnell belohnt. Nach Modric-Freistoßflanke und Vrsaljko-Weiterleitung landete der Ball über weiteren Stationen bei Perisic, der Kante mit einem Haken aussteigen ließ und das Leder mit links ins lange Eck knallte (28.). Völlig verdient für die spielbestimmenden Kroaten.

 

Umstrittener Elfer

 

Ihnen fehlte an diesem Tag aber das nötige Glück. Ivan Perisic bekam den Ball nach einer Griezmann-Ecke unglücklich an die Hand und der argentinische Schiedsrichter Nestor Pitana entschied nach genauem Studium der TV-Bilder auf Elfmeter. Griezmann behielt die Nerven und verwandelte souverän. Die Kroaten hätten beinahe wieder postwendend zurückgeschlagen, Ante Rebic traf den Ball aus bester Position aber nicht richtig (40.). Wenige Minuten nach Seitenwechsel sorgten vier Flitzer für eine kurze Unterbrechung. Danach ging es munter weiter und machten die Franzosen den Sack zu. Jungstar Mbappe leitete das 3:1 mit ein. Griezmann legte in der Folge ab auf Pogba, der im zweiten Versuch traf, nachdem der erste Abschluss noch geblockt worden war.

Die „Roten Teufel“ sind die Nummer drei der Welt:

Belgien versus England 2:0

Eden Hazard macht kurz vor Schluss alles klar zum 2:0 für Belgien. Der dritte Platz und die Medaille ist sicher!                                                      Foto: Laola1

Belgien beendet die Weltmeisterschaft 2018 in Russland als Dritter. Die „Roten Teufel“ gewinnen das kleine Finale gegen England mit 2:0. Für Belgien ist es die beste WM-Platzierung der Historie. Das bisherige Top-Resultat war Platz vier 1986 in Mexiko.

 

Thomas Meunier bringt Belgien bereits in der vierten Minute auf die Siegerstraße: Der PSG-Profi staubt nach Zuspiel von Chadli ab. Nach der Pause vergibt Dier die beste Chance auf den Ausgleich. Meunier hat das 2:0 am Fuß, scheitert aber an England-Goalie Pickford. Eden Hazard macht kurz vor Schluss alles klar (82.). Englands Harry Kane bleibt ohne Treffer, dürfte aber dennoch Torschützenkönig dieser WM werden.

 

En detail

 

Die Belgier gewannen damit auch das zweite direkte Duell mit England im Turnierverlauf ohne Gegentreffer, nachdem es im dritten Gruppenspiel im Aufeinandertreffen zweier „B-Teams“ einen 1:0-Erfolg gegeben hatte. Für die Engländer gab es wie auch schon 1990 eine Niederlage im Kampf um Rang drei. Unzufrieden muss das Team aber nicht sein, Platz vier ist das zweitbeste WM-Abschneiden aller Zeiten. Besser klassiert war man nur beim einzigen WM-Titel 1966. Zudem dürfte sich Harry Kane den "Goldenen Schuh" für den besten WM-Torschützen sichern.

 

Aufseiten der Belgier gab es mit der Hereinnahme des beim Halbfinal-0:1 gegen Frankreich gesperrt gewesen Meunier und Youri Tielemans anstelle von Marouane Fellaini nur zwei Änderungen in der Startelf. Die Engländer begannen hingegen mit Danny Rose, Eric Dier, Phil Jones, Fabian Delph und Ruben Loftus-Cheek mit fünf frischen Kräften im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Kroatien nach Verlängerung und mit 25 Jahren und 174 Tagen mit ihrer jüngsten Startformation bei der WM überhaupt. Das wirkte sich nicht positiv aus, das Team wirkte vor allem vor der Pause alles andere als eingespielt und ideenlos.

 

Belgiens schnellster WM-Treffer

 

Die Belgier verzeichneten im Spiel, das eigentlich keiner spielen wollte, wie einige Akteure im Vorfeld betont hatten, hingegen einen Traumstart. Nach einer Chadli-Hereingabe setzte sich Meunier in der Mitte im Duell mit Rose durch und beförderte den Ball irgendwie mit dem Knie über die Linie. Nicht einmal vier Minuten waren da gespielt, es war Belgiens schnellster Treffer bei einer WM überhaupt.

 

Das war nicht das einzig Besondere daran. Mit dem Meunier-Tor haben zehn verschiedene belgische Akteure in Russland ein Tor erzielt. Belgien egalisierte damit den bisherigen WM-Rekord von Frankreich (1982) und Italien (2006). Sonst war chancenmäßig nicht viel los, die Belgier waren vor allem darauf bedacht, den Vorsprung zu verwalten, hätten aber auch zweimal nachlegen können. Bei einem abgefälschten De-Bruyne-Schuss ließ sich Tormann Jordan Pickford nicht überraschen (12.), ein Volleyabschluss des aufgerückten Toby Alderweireld ging knapp über das Tor (35.).

 

Alderweireld klärt in höchster Not!

 

Englands einzige gefährliche Aktion vor dem Seitenwechsel war ein Schuss von Harry Kane, der aus bester Position knapp innerhalb der Strafraumgrenze neben das Tor ging (24.). Teamchef Gareth Southgate versuchte zur Pause mit der Hereinnahme von Marcus Rashford und Jesse Lingard neue Impulse zu setzen. Die „Three Lions“ hatten mehr Ballbesitz, machten deutlich mehr Druck als zuvor, taten sich aber weiter schwer damit, Topchancen zu generieren. Erst in der 70. Minute lag der Ausgleich so richtig in der Luft. Bei einem Dier-Heber konnte aber Alderweireld in höchster Not knapp vor der Linie klären. Bei einem Maguire-Kopfball fehlte nicht viel (74.).

 

Da Belgien auf der anderen Seite die Konter nicht effizient zu Ende spielte, und Pickford bei einem Meunier-Volley-Kracher glänzend reagierte (80.), blieb es spannend. In der 82. Minute war aber alles klar. Hazard traf nach De-Bruyne-Zuspiel. Der sechste Sieg von Lukaku und Co. im Turnierverlauf war Gewissheit. So viele Erfolge hatte es für die Belgier bei einer WM zuvor noch nie gegeben, vier bei der Auflage 2014 in Brasilien waren das Höchste der Gefühle gewesen. Martinez bekam also nachträglich ein Geschenk anlässlich seines 45. Geburtstages am Freitag.

 

Stärkster Auftrittt von Mbappe

 

Mbappe krönte seine nach der Pause deutlich stärkere Vorstellung zudem mit dem 4:1, schoss wuchtig ins Eck ein. Der Stürmer avancierte mit 19 Jahren und 207 Tagen zum zweitjüngsten WM-Final-Torschützen aller Zeiten. Nur die brasilianische Legende Pele war 1958 beim Erfolg gegen Schweden mit 17 Jahren jünger.

Kroatien drohte plötzlich ein Debakel, ein haarsträubender Schnitzer von Hugo Lloris ließ die „Vatreni“ aber nochmals hoffen. Der Frankreich-Goalie schoss Mandzukic an, der Ball kullerte ins Tor. Die Wende lag aber nicht mehr in der Luft, obwohl die Dalic-Truppe alles nach vorne warf. Die Franzosen durften deshalb in der Folge die rund 37 Zentimeter große und 6,14 Kilogramm schwere Gold-Trophäe in den Himmel strecken.

 

32,64 Millionen Euro Siegprämie der FIFA

 

Mittelstürmer Oliver Giroud blieb im gesamten Turnierverlauf ohne Treffer. Das war ein gutes Omen, hatte doch auch beim zuvor einzigen WM-Triumph 1998 mit Stephane Guivarc'h ein etatmäßiger Angreifer nicht ins Tor getroffen gehabt. Zudem ging eine weitere Serie weiter: Frankreich hat weiterhin noch nie ein Länderspiel verloren, wenn N'Golo Kante und Pogba in der Startelf standen. In 19 Partien gab es 15 Siege und vier Remis. Der Titelgewinn lohnt sich auch finanziell: Die FIFA schüttet 38 Millionen Dollar (32,64 Mio. Euro) als Prämie für den Sieger aus.

 

Interessanter WM-Splitter

 

Der „echte Pokal aus Massivgold“ bleibt übrigens ewig in der Schweiz, nur die Namen der Weltmeister werden eingerritzt. Die siegreiche Mannschaft erhält eine Faksimile aus Brone mit nach Hause.

Nach einer bisherigen großartigen Gesamtleistung drehten die Kroaten das Spiel

Kroatien schockiert England durch immer stärker werdende Form und gewinnt im Nachspiel mit 2:1 (0:1)

Der „Flaggenkuss“ unterstreicht die bisherige und großartige Leistung der „Vatreni“                                                                                             Foto: Laola1

ENDSPIESTATION MOSKAU. (Laola1/getti/fm) „Es ist ein Wunder!“, platzt es aus Mario Mandzukic heraus. Sekunden-Bruchteile später korrigiert er sich: „Nein, es ist kein Wunder. Wir haben es verdient!“

 

Brauchten fast eine Dreiviertelstunde

 

Und wirklich, die Kroaten brauchten über 40 Minuten um zu ihrer zuvor gewohnten Form aufzulaufen. Zuvor fiel noch ein Gegentor der „three lyons“ um den anderen „lyon“ vom Schlaf zu erwecken. Aber wie, denn die Kroaten spielten derart auf, dass den Engländern Hören und Sehen verging. Selten schafften sie es in den Sechzehner der „Vatrreni“.

 

Dann war es perfekt, Koratien steht erstmals in eine Fußball WM-Finale

 

Erstmals in der Geschichte steht Kroatien im Finale einer Fußball-WM. Die Art und Weise, in der die „Vatreni“ den Einzug ins Endspiel geschafft haben, war typisch für ihre bisherigen Auftritte in der K.o.-Phase der WM in Russland. 2:1 gegen England. Wieder ein Spiel gedreht, wieder Überstunden.

 

En detail

 

Löwen mit Überstunden

 

Diesmal ersparte sich die Mannschaft von Teamchef Zlatko Dalic den ganz großen Nervenkitzel, Überstunden waren aber dennoch notwendig. "Wir haben wie Löwen gekämpft", sagt Mandzukic.

 

Unter den vier Teams, welche drei Verlängerungen überstehen mussten

 

Nach Belgien 1986, England 1990 und Argentinien 2014 sind die Kroaten das vierte Team der WM-Geschichte, das bei einem Turnier drei Verlängerungen bestreiten musste. Die physische Belastung der vergangenen Tage war enorm.

 

Ein Match mehr als Endspiel-Gegner Frankreich

 

 

Was die Laufleistung der beiden Finalisten angeht, wird der Unterschied noch deutlicher. Seit der Gruppenphase haben die Franzosen 298 Kilometer auf dem Spielfeld zurückgelegt, die Kroaten waren 412 Kilometer Unterwegs. Das ist ein Unterschied von 114 Kilometern. Zur Veranschaulichung: Das ist weiter, als der österreichisch-slowenische Grenzübergang Spielfeld von Kroatiens Hauptstadt Zagreb entfernt ist.

 

„Wenn Gott will“

 

Übrigens ist Kroatien nach Uruguay 1930, das damals 1,9 Millionen Einwohner hatte, mit 4,2 Millionen Einwohnern das zweitkleinste Land, dass es je in ein WM-Finale geschafft hat.

Doch damit soll es noch nicht getan sein. „Was wir geschafft haben, ist wirklich historisch, das wird für immer Teil der Geschichte sein. Aber ein Spiel steht noch vor uns. Wenn Gott will, werden wir Weltmeister.“

Erfolgstrainer und einer der Tricolore-Helden Mbpappe

SANKT PETERSBURG. (Laola1/getti/fm) Noch einmal, weil es so entscheidend war: Frankreich steht zum dritten Mal nach 1998 und 2006 im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die „Equipe Tricolore“ gewinnt das erste Halbfinale in St. Petersburg gegen mit 1:0 (0:0). In einem ausgeglichenen Spiel entscheidet wie so oft bei dieser Endrunde eine Standard-Situation: Griezmann findet mit seinem Eckstoß Umtiti an der kurzen Ecke, der im Duell mit Fellaini per Kopf Tormann Courtois bezwingt (51.).

 

Frankreich trifft am Sonntag im Endspiel (17 Uhr) auf Kroatien oder England, die sich am Mittwoch gegenüberstehen.

En detail

Neben den Franzosen haben auch die Belgier ihre Helden, die vielleicht am Samstag Platz drei holen...

 

Zunächst Goalies im Mittelpunkt

 

Frankreich belohnte sich für eine kompakte Vorstellung, wankte aber vor dem schlussendlich entscheidenden Treffer durchaus.

 

Das 74. Duell der beiden Nachbarn gestaltete sich vor 64.286 Zuschauern insgesamt von Start weg unterhaltsam. Die Teams verzichteten auf langes Abtasten.Thibaut Courtois und Hugo Lloris im belgischen bzw. französischen Tor waren gefordert, die in der Elite der Torhüterzunft angesiedelten Schlussmänner agierten aber jeweils blendend.

 

Courtois klärte zunächst gegen den heranstürmenden Kylian Mbappe noch rechtzeitig, dann hatte vor allem Lloris brenzlige Momente zu überstehen. Ein Versuch von Eden Hazard zischte am langen Eck vorbei, dann sauste ein abgefälschter Schuss von Belgiens Kapitän knapp über die Latte.

 

Chancen auf beiden Seiten

 

Nach dem anschließenden Eckball kam Toby Alderweireld an den Ball, Lloris zeichnete sich mit einer Parade aus (21.). Der vor dem Halbfinale bei fünf Siegen in fünf WM-Auftritten haltende Brasilien-Bezwinger war der Führung näher.

 

Nach Lloris' Parade agierten die Franzosen dann kompakter. Vorne sorgte der pfeilschnelle Mbappe für Betrieb in Belgiens Hintermannschaft. Der 19-jährige Jungstar fand Benjamin Pavard mit einem Lochpass, Courtois war beim Abschluss des Rechtsverteidigers (39.) mit dem Fuß noch entscheidend zur Stelle.

Vor den Augen des belgischen Königspaares Philippe und Mathilde bzw. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron versuchten die "Roten Teufel" nach der Pause, wieder das Heft in die Hand zu nehmen.

 

 

Umtiti sorgt für die Entscheidung

 

Frankreich gelang aus der ersten Offensivaktion nach Wiederanpfiff jedoch die Führung. Der weiter torlose Mittelstürmer Olivier Giroud holte einen Eckball heraus, den Antoine Griezmann auf das kurze Eck zirkelte. Dort setzte sich Barcelona-Profi Umtiti gegen den baumlangen Marouan Fellaini durch. Wieder einmal fiel ein wichtiges Tor bei dieser WM aus einer Standardsituation.

Mbappe zauberte danach, Giroud brachte den Ball aber nicht Richtung Tor. Bei den Belgiern brachte TrainerRoberto Martinez nach einer Stunde Dries Mertens für Mousa Dembele und damit mehr Mut zum Risiko ins Spiel. Gleichzeitig liefen sie Gefahr, in Konter der nun tief stehenden Franzosen zu laufen. So musste Hazard eine Gelbe Karte nehmen, um einen gefährlichen Gegenstoß noch unterbinden zu können. Mertens sorgte am rechten Flügel immerhin für Elan, seine Flanke setzte Fellaini per Kopf neben die Stange (65.).

Paris bereitet sich auf die WM-Party vor