REGIONALSPIEGEL OBERÖSTERREICH 12

XXX. JG/KW 28/2018      Redaktion: +43 / 77 22 21 39 1                 DigZBR 1

Ersch. 14-tägig                  Anzeigen:    +43 /66 0 / 77 99 64 7                  Gratis

Die virtuellen Medien der kreativMedia ARGE werden laufend in Echtzeit aktualisiert:                                    AUS DEM INHALT DIESER SEITE

LANDESAUSSTELLUNG OBERÖSTERREICH - DIE RÜCKKEHR DER LEGION - SPUREN AUCH IM BEZIRK BRAUNAU

ERSTE JOURNALISTEN IN DER TODESZONE VON TSCHERNOBYL

LOKALSPIEGEL OÖ, RSS-FEEDS UND WEITERE POLIZEIBERICHTE MIT WOCHENCHRONIK 

LINK: Land Oberösterreich

NACHBERICHT APRIL: JAHRESTAG SUPER-GAU

OÖ. Landesausstellung 2018 Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberöster-reich, entdeckte Archäologie im Braunauer Bezirk!

Das römische Erbe Oberösterreichs - die Römer                         Foto: Land OÖ

Über 500 Jahre lang prägte das Römische Reich unser Land und hat dabei bleibende Spuren hinterlassen. Die Landesausstellung 2018 lädt ein, diese zu erforschen und zu erleben. Mit Schaugrabungen, eindrucksvollen Originalfunden, Forschungs-Abenteuern für Nachwuchs-ArchäologInnen, interaktiven Apps und virtuellen Welten gibt die Landesausstellung von 27. April bis 04. November 2018 einen vielschichtigen Einblick in das Leben der Römer vor 1 800 Jahren.

 

Enns

 

Hauptstandort der Landesausstellung ist Enns, die älteste Stadt Österreichs. Weitere Schauplätze sind Schlögen und Oberranna im Oberen Donautal. Enns war einer der größten und wichtigsten Handels- und Militär-Stützpunkte an der Nordgrenze des Römischen Reiches. Seine Bedeutung erlangte es durch die 2. Italische Legion, die hier gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. das einzige Legionslager in der römischen Provinz Noricum errichtete. Die neu gestaltete Ausstellung im Museum Lauriacum zeigt mit kostbaren Originalfunden, aufwändigen Rekonstruktionen, interaktiven Stationen und einem eigens für die Landesausstellung produzierten Film, dass die Legionäre weit mehr als nur Krieger waren. Das Publikum der Landesausstellung erlebt, wie diese Pioniere, Baumeister und Handwerker gearbeitet und mit ihren Familien gelebt haben.

 

Basilika St. Laurenz

 

Eine faszinierende Zeitreise durch die Baugeschichte von der römischen Antike bis zur Gotik bietet der Besuch in der Basilika St. Laurenz. Hervorragend erhaltene Baureste in der Unterkirche zeugen von einer römischen Stadtvilla und einer frühchristlichen Kirche aus der Zeit des Heiligen Severin. Archäologie-Stationen Entlang der alten römischen Straßen in Enns ergänzen Archäologie-Stationen die Ausstellungen und vermitteln die Dimension des römischen Legionslagers und der Zivilsiedlung sowie die Beziehung zur mittelalterlichen Stadt. Informationstafeln, Stereoskope und eine App lassen Enns zur Zeit der Römer virtuell wiederauferstehen. Ausgrabungen live miterleben Ein Teil der römischen Siedlung befindet sich am Gelände der Firma Büsscher & Hoffmann in Enns. Im Herbst 2018 wird eine Taberna, ein Haus mit Ladenfront, an der „ersten Nordumfahrung von Enns“, einer der Hauptstraßen der antiken Siedlung, vor Ihren Augen vollständig freigelegt werden. Bei diesen sogenannten „Schaugrabungen“ können Sie die archäologischen Arbeiten aus nächster Nähe beobachten und im Gespräch mit den ForscherInnen mehr über die Ausgrabungsstätte und die aktuellen Funde erfahren. Ein einzigartiges Erlebnis!

 

Römerbad Schlögen

 

Termine: 3. 9. bis 4.11. 2018, Mo-Fr, 9.00 bis 18.00 Uhr Römerbad Schlögen Am Standort des heutigen Schlögen befanden sich zur Römerzeit ein Kastell, eine kleine Siedlung und ein 14 Meter langes Badehaus. Es wurde mit erstaunlicher technischer und baulicher Finesse errichtet und besteht aus drei Räumen: Dem Caldarium (Warm-Baderaum), dem Tepidarium (LauBaderaum) und dem Frigidarium (Kalt-Baderaum). Beheizt wurde das Bad mit dem Praefurnium, einer Wand- und Bodenheizanlage. Das Kastell an der Donauschlinge Das um 170 n. Chr. errichtete und für 150 Mann angelegte Kleinkastell war von einer Wehrmauer mit einem hölzernen Wehrgang umschlossen. Die Auswertung der Funde zeigte, dass das Areal bis weit ins 5. Jahrhundert genutzt wurde. Römerpark Schlögen Der für die OÖ. Landesausstellung 2018 errichtete Schutzbau über den Ruinen des römischen Badegebäudes bildet das Herzstück des Römerparks. Beim Hotel Donauschlinge sehen Sie die Überreste des westlichen Kastell-Tors. Stereoskope zwischen den beiden Ausgrabungsstätten und beim berühmten Schlögener Donaublick ermöglichen dreidimensionale Blicke in die Vergangenheit. Die Rekonstruktionen vermitteln Ihnen ein lebhaftes Bild von Kastell und Siedlung um etwa 200 n. Chr. und zaubern für Sie originalgetreue Römerschiffe auf die Donau. Römerburgus Oberranna.

 

„Römerburg“ Oberranna

 

In Oberranna bei Engelhartszell errichteten die Römer vor etwa 1700 Jahren unmittelbar über der Donau eine kleine, sehr massive Befestigungsanlage mit quadratischem Grundriss und an den Ecken angesetzten Rundtürmen. Dieser „Quadriburgus“ war zu seiner Blütezeit vermutlich dreigeschossig und etwa zehn Meter hoch. Nachdem der Burgus noch zur Römerzeit einem Brand zum Opfer fiel, vergingen über 1000 Jahre, bis im Spätmittelalter ein neues Gebäude über dem Schuttkegel des Burgus errichtet wurde. Diese Aufbauten schützten die alten Gemäuer, sodass wir heute das mit Abstand am besten erhaltene römische Bauwerk Oberösterreichs vor uns haben. Ein Schutzbau macht diesen archäologischen Schatz für die Öffentlichkeit zugänglich und wird ihn für zukünftige Generationen erhalten. Im Inneren des Baus führt eine zum Teil schwebende Steganlage in Stahl-Holzkonstruktion die BesucherInnen über die römischen Ruinen. Am höchsten Punkt eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Donau und macht die strategische Lage und die Funktion des Römerburgus nachvollziehbar. Erfühlen, erfahren, mit allen Sinnen wahrnehmen – interaktiv, anschaulich und unterhaltsam – die Landesausstellung 2018 macht Geschichte erlebbar. Mehr Informationen findet ihr unter www.landesausstellung.at www.facebook.com/Landesausstellung

Das Geheimnis der militärischen Erfolge der Römer war ihre Schlachtordnung, denen die Nicht-Römer nichts entgegenzusetzen hatten.                                                                                                                 Foto: Land OÖ

Römer in Altheim (Bezirk Braunau)

ALTHEIM. (km/afm) Zwischen dem 1. und dem 3. Jahrhundert nach Christus siedelten in unserer Gegend Römer, im so genannten „Hinterland der Reichsgrenze“. Rechtzeitig zur Landesausstellung wird das neu adaptierte Römermuseum fertiggestellt. Und auch die Ausgrabungsstätte in der Altheimer Ortschaft Weirading wird ein Schauplatz sein. Altheim ist eine der jüngst zufällig entdeckten Römerausgrabungen. Sie zeigt römische Villen rustica - ein Beweis der Bewohnung der antiken Weltmacht.

 

Über ein halbes Jahrhundert

 

Fast 600 Jahre haben die Römer die Provinz Noricum bewohnt. Schon damals galt sie als als die Kornkammer des Römischen Reiches in Oberösterreich. Von hier aus wurden die Lebensmittel für die Legionen lukriert, die neben des Limes stationiert waren. Auch das wurde zur Landesausstellung über die Römer in Oberösterreich zum Anlass genommen. Die Fertigstellung des römischen Museums und des „Ochzethauses“rechtzeitig zum Start der diesjährigen Landesausstellung „Die Rückkehr der Legion“ die Spuren des Römischen Reiches für die Öffentlichkeit neu aufzubereiten. So wurde das Römermuseum im sogenannten „Ochzethaus“ in Altheim vor der Landesausstellung 2018 rechtzeitig neu adaptiert.Das Ziel war es, ein Erlebnismuseum zu schaffen, das möglichst anschaulich das Leben der Römer zeigt.. Das Konzept wurde im Teamwork mit der Universität Salzburg, der Archäothek Salzburg und dem Landesmuseum Lin geschaffen und errichtet.. Betreut wird das Museum, das ab 1. Mai immer samstags, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet hat, weiterhin vom Verein Zeitspuren Altheim.
 
Weirading
 
So wurde eine Stationen entlang des Römerradweges mit den Ausgrabungen einer römischen Villa im Ortsteil Weirading zu einen weiteren Schauplatz im Rahmen der Landesausstellung 2018 in Oberösterreich.

Ausgrabungsbeginn in Altheim                                                        Foto: Archiv

Archäologie

 

Seit 1985 werden archäologische Bodendenkmäler und Funde im südlichen Innviertel vom österreichischen Bundesdenkmalamt systematisch erfasst. In diesem Rahmen begann 1991 das Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien, römerzeitliche Landgüter in Altheim zu erforschen.

 

Villa Rustica

 

Der Begriff villa rustica ist eine moderne Wortschöpfung.In der Antike waren die Bezeichnung rus oder praedium üblich sowie auf das Grundstück bezogen auch fundus. Die Römer unterschieden zwischen städtischen Gebäuden (aedes) und ländlichen (villa). Auf ähnliche Weise wurde auch zwischen unbebautem Land in der Stadt (area) und auf dem Land (ager) unterschieden.[2] Große Landgüter wurden auch als latifundium (von latus = weit) bezeichnet.

 

Standorte in Altheim

 

Es wurden die Standorte dreier römischer Landhäuser (villae rusticae) gefunden. Die Villen liegen in etwa 3 km Luftlinie von einander entfernt auf gegenüberliegenden Hängen, ihre Entstehungszeiten sind um das 1., 2., und 3. Jahrhundert nach Christus anzusetzen – die Archäologen kamen auf diese Datierung durch die Auswertung der Bausubstanz und Funde.

 

Römische Besiedelung

 

Breit angelegte Forschungen lieferten wichtige Ausagen zur römischen Besiedlung und zur Wirtschaftsform des römischen Landbaues im Hinterland der Reichsgrenze. Die Projekte wurden vom Land Oberösterreich, vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, vom österreichischen Bundesdenkmalamt, und von der Stadt Altheim selbst finanziert.

 

Nachhaltigkeit

 

Die Ergebnisse sollen auch im Hinblick auf sanften Tourimus und einem neubewerteten Freizeitverhalten der Region neue Impulse vermitteln.

 

Römer erleben

 

Die Ergebnisse der Feldforschungen und archäologischen Arbeiten können im Römer-Erlebenismuseum Altheim, im Ochzethaus, besichtigt werden. Die Dauerausstellung erlaubt Besuchern Einblicke in das Leben und die Umwelt der Römer am Unteren Inn und zeigt Methoden und Arbeitsweisen der praktischen Archäologie.

 

Fertiggestelltes Museum

 

Im gerade jetzt vor der Landesausstellung fertiggestellten Museum lernen Sie das römische Leben am Unteren Inn kennen. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Mitmachen: Sie können handelnd das Leben der Römer begreifen.

So, oder so ähnlich dürfte eine Villa rustica im Originalzustand ausgesehen haben.                                                                                Foto: Geschichte Roms

32. Jahrestag Tschernobyl - „ein Folge-ereignis, das ich bis zu meinem Tod nicht mehr vergessen werde!“

Am 26. April jährte sich der bis dahin größte GAU, die Reaktorkatastrophe im AKW Tschernobyl zum 32. Mal. Oberösterreich wurde damals stark durch radioaktiven Fall-Out belastet. In Lebensmitteln wie Pilzen, Rohmilch oder Wildfleisch ist Cäsium 137 immer noch nachweis-bar. „Aktiv sein gegen Atomkraft angehen, weil die Radioaktivität hat keine Grenzen,“ so Landes-rat Anschober und so wie unten aus eigener Erfahrung.

Ein Bericht von Chefredakteur Alois-Felix Mairoll

BRAUNAU/WEISSRUSSLAND. (km/afm) Dieser Tag war auch eng verbunden mit unserer Verlagsgeschichte, wie ihr sowohl in unserer Entwicklungsgeschichte, als auch in der grünen Rubrik „Investigative Politik aus Geschichte und Gegenwart“ nachlesen könnt. Neben einer immensen Hilfsaktion, die von unserem Verlag initiiert und von BraunauerInnen und SimbachInnen sowie „Licht ins Dunkel“ finanziert wurde, gelang es dem „Lokalspiegel-Verlag“ 1,2 Millionen Schilling an Hilfsgütern nach Tschernobyl zu bringen. Mittlerweile sind nur mehr die Familie Paschon, Gerhard Buchegger und ich am Leben, das Merkwürdige daran: Jene, welche schon gestorben sind, starben allesamt an Krebs?!

 

Als erste Journalisten in der Todeszone sowie ein Interview mit Michail Gorbatschow

 

Nebenbei waren wir auch die ersten Journalisten international, welche die Todeszone betraten. Ich selbst hatte die Möglichkeit, ein Interview mit Michail Gorbatschow zu führen und - wie es das Schicksal wollte - (der Radiosender ISW berichtete) kamen wir auch mitten in die Konterrevolution der Bolschewiki und konnten das Hotel in Moskau zu dem wir mitten durch die russische Schneewüste von zwei Russen verbracht worden waren, nicht mehr verlassen. Nebstbei hatten wir immer einen „Schatten“ neben uns und auch unsere Videokamera wurde beschlagnahmt und niemals mehr herausgerückt. Noch dazu war es kurz vor Weihnachten und unsere Zugkarten wurden ebenfalls beschlagnahmt. Gott sei Dank durfte wenigstens die Familie Paschon ausreisen. Meine damalige Ex-Frau Adelheid versuchte stundenlang einen Telefonkontakt mit mir herzustellen, dies wurde von den Revolutionären jedoch erfolgreich verhindert. Schließlich gelang es Gorbatsdchow die Konterrevolution niederzu-schlagen. Wäre nicht der Mut Niki Laudas, der ohne Erlaubnis startete und Gerhard Buchegger mit seiner Master-Card gewesen, wäre uns ein Übel passiert, über das ich besser nicht mehr nachdenke. Als wir in Österreich ankamen, hatten wir den Grenzwert an den Haaren, bei dem im Inland der erste Atomalarm ausgelöst wird. Kein Mensch kann sich vorstellen, als sich Laudas Maschine todesmutig in die Lüfte Richtung Wien erhob. Ich denke, es war ein zweiter Geburtstag, aber da bin ich sicherlich nicht der Einzige, der die Champagnerkorken krachen ließ! Der Kommentar einer russischen Frau, welche in der VÖEST in Slobin arbeitete: „Ich schäme mich für unser Land, denn was sie alles für uns getan haben - das habt ihr nicht verdient!“

 

Strom wird mit Strahlenkrebs der „Kinder von Tschernobyl bezahlt“

 

Wenn frau/man dann noch sieht, wie Moskau mondän beleuchtet ist und sich Russen den Strom gratis von der Leitung holen, dann wissen die Leser, dass dieser Strom mit strahlenkrebskranken Kindern bezahlt wurde. Unsere Leserinnen und Leser ersuche ich um Verständnis, dass ich nicht gerne erinnert werde an diese Zeit, dennoch haben wir ein Archiv und wer Interesse hat, kann sich an uns wenden, starke Nerven vorausgesetzt...Auch existiert ein Archiv beim Radiosender „Inn-Salzach-Welle“ und der Kronenzeitung.

Wochenchronik Oberöstereich mit Polizeiberichten

Lokalspiegel OÖ, RSS-Feeds und weitere Polizeiberichte

RSS-Feeds werden geladen...