DAUERARCHIV KRANKENHAUS - PARKHAUS PROS UND KONTRAS Seite 044

Kommunalpolitik Braunau:

 

Story zum Krankenhaus-Parkhaus - Fakten und Widerstand:

 

Gegenüberstellung der Pros und Contras laufend!

 

BRAUNAU/INN. (km/mm) Da es sich beim Krankenhausparkhausthema um ein sehr wichtiges Projekt für alle Braunauerinnen und Braunauer handelt, hat unser Redaktionskomitée (außer unserem Chefredakteur) beschlossen, die Pro und Contras in unseren Medien gegenüberzustellen. Daraus kann sich unsere Leser- und Hörerschaft dann ihre eigene Meinung bilden.Wir wollen damit den Weg bis zur Entscheidung objektiv präsentieren, daher bleibt dieses Thema bis zur endgültigen Entscheidung als LEBENDE TITELSTORY vakant. Wir glauben damit, dieser Sache einen guten Dienst zu erweisen und keine Meinungen zu benachteiligen.

 

Melanie Mairoll, stellv. Chefredakteurin

 

Mehr...

Pro:

Braunauer Gemeinderat fällte Grundsatzentscheidung mehrheitlich!

BRAUNAU. (km/mm) Der Gemeinderat der Stadt Braunau am Inn erteilte am 06.07.2017 in seiner Sitzung im VAZ Braunau, dem Bau eines Parkhauses zur allgemeinen Verwendung, aber im Besonderen für das Krankenhaus St. Josef mehrheitlich seine Zustimmung. Im Beisein aller Gemeinderäte und des Herrn Bürgermeisters Mag. Hannes Waidbacher, zahlreicher interessierter Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Anrainerinnen und Anrainer und zwei Presservertreterinen und eines Pressevertreters erfolgte die Abstimmung durch Briefwahl.

Pro: Fortsetzung der lokalen Titelstory von Melanie Mairoll

Montagebild 01                                                        Foto: StG Braunau/Ecker

BRAUNAU. (km/mm) Als wesentlichen Baustein für eine ganzheitliche Verbesserung der Verkehrssituation der südlichen Altstadt speziell der Parkplatzfrage prüfen die Stadt Braunau am Inn und das Krankenhaus St. Josef Braunau ein gemeinsames Projekt: ein „Parkhaus für Braunau“. Die Grundsatzentscheidung der Stadt, ob die bisherigen Überlegungen in einem konkreten Projekt fortgeführt werden sollen, ist im Gemeinderat zu treffen. 

 

Im Herbst 2016 wurde als Grundlage für die politische Beratung und Entscheidung die Machbarkeitsuntersuchung „Parkhaus für Braunau“ vorgelegt. Diese sieht in der ersten Baustufe die Errichtung und den Betrieb einer Parkgarage für 219 Stellplätze am Standort Ringstraße/Krankenhausgasse vor. Auf Wunsch der für die Vorberatung zuständigen Ausschüsse der Stadtgemeinde wurde darauf aufbauend eine Fassadenstudie in Form einer computergenerierten Visualisierung erstellt. Die Studie wurde am 22.05.2017 den Gemeinderatsmitgliedern und Projektbeteiligten präsentiert.

 

Die vorgestellte Fassadenstudie sieht eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Baustruktur Braunaus vor. Sie beinhaltet eine architektonisch-kulturelle Verschmelzung, eine Verbindung zwischen traditioneller und moderner Architektur. Sowohl die Maßstäblichkeit der Braunauer Bürgerhäuser als auch die Referenz der an dieser Stelle abgetragenen Stadtmauer spiegeln sich im Architekturkonzept wider. Der gewählte Gestaltungsansatz für die Fassaden gliedert das bauliche Volumen und vermittelt durch sein Oberflächenrelief einen freundlichen und lebendigen Gesamteindruck. Die gewählte Oberflächenstruktur weckt Assoziationen mit mittelalterlichen Stadtansichten und definiert im Gesamteindruck das Gebäude als eigenständige Erweiterung des Gesamtensembles ohne sich als Reproduktion von Vorhandenem zu verstehen. Zwischen den geschlossenen Flächen schaffen Begrünungen zusätzlich eine Auflockerung von Fassaden- und Dachflächen. 

 

Darüber hinaus wurden die dem Parkhaus vorgelagerten Platzgestaltungskonzepte vorgestellt. Die aus Pflasterung, Bestandsbäumen und neuen Baumpflanzungen, Grünflächen sowie Sitzbänken und Wasserbrunnen bestehenden Gestaltungsvorschläge sind als neue urban-grüne Begegnungszone konzipiert und betonen die „Torsituation“ zur Altstadt. Durch Klarheit und großzügige Offenheit wird der nötige Raum, die notwendige Bühne für einen bewussten Eintritt in die Altstadt von Braunau am Inn geschaffen.

 

Die geschätzten Errichtungskosten für die erste Baustufe „Parkhaus für Braunau“ betragen 3,7 Millionen Euro. Geplant ist eine Grundsatzentscheidung im Gemeinderat am 6. Juli 2017.

Montagebild 02                                                                                 StG/Ecker

Dazu beachtet bitte die Stellungnahme der GRÜNEN Braunaus unter Kontra.

Machbarkeitsstudie zum Krankenhaus-Parkhaus von der Stadtgemeinde Braunau am Inn im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt!

Plan mit Darstellung der Bauteile, Außengestaltung symbolisch

                                                      Foto: Stadtgemeinde Braunau am Inn (PA)

Plan bebaute/begrünte Flächen mit Parkhaus, Außengestaltung symbolisch

                                                             Foto: Stadtgemeinde Braunau am Inn

Plan bebaute/begrünte Flächen Bestand, Außengestaltung symbolisch

                                                      Foto: Stadtgemeinde Braunau am Inn (PA)

Orthofoto der Umgebung mit Bauteilen
                                                                              Quelle Orthofoto: Land OÖ

Vorabredaktionsinfo zur Berichterstattung zum Thema:

 

„Stadtgemeinde Braunau stellt Machbarkeitsstudie vor“: Unser Chefredakteur Alois-Felix Mairoll erklärt für diese Berichterstattung seine Befangenheit wegen vergangener Gemeinderatstätigkeit und Kandidatur bei der jüngsten Kommunalwahl.

 

Melanie Mairoll, stellvertretende Chefredakteurin

 

BRAUNAU. (mm) Als wesentlicher Baustein für eine ganzheitliche Verbesserung der Verkehrssituation der südlichen Altstadt und der Parkplatzfrage prüfen die Stadt Braunau am Inn und das Krankenhaus St. Josef Braunau ein gemeinsames Projekt. Hierfür wurde die Machbarkeitsstudie „Parkhaus für Braunau“ in Auftrag gegeben. Mit den Resultaten liegt nun eine Grundlage für die politische Beratung und Entscheidung vor.

 

Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie

 

Die vorliegende Machbarkeitsstudie sieht ein Parkhaus für Braunau in zwei Baustufen vor. In der ersten Baustufe (A) sind die Errichtung und der Betrieb einer öffentlichen Parkgarage für 219 Stellplätze am Standort Ringstraße/Krankenhausgasse vorgesehen. (In der zweiten Baustufe plant das Krankenhaus Braunau die Erweiterung des Parkhauses um zusätzliche 112 Stellplätze.)

Mit dem untersuchten Projekt können folgende Planungsziele umgesetzt werden:

 

Das Angebot vor allem tagesverfügbarer Parkplätze für Anrainer, Besucher der Innenstadt sowie Besucher, Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses wird wesentlich erweitert.

 

  1. Der Parkplatzsuchverkehr im Bereich Altstadt Süd, Ringstraße, Talstraße, Jubiläumstraße, Friedhofstraße und Max Fink-Straße wird wesentlich verringert.

 

  1. In Zusammenspiel mit einer neuen Kreuzungs-, Straßenraum- und Platzgestaltung „Salzburger Vorstadt“ kann der Verkehr klar Richtung Parkhaus und Ringstraße Ost gelenkt werden. Der Stadtkern und der Stadtplatz werden vom Transitverkehr entlastet.

 

  1. Durch den Entfall der bestehenden Parkplätze zwischen Ringstraße und Krankenhausgasse wird die Schaffung eines neuen Platzes möglich. Dies führt zu einer wesentlichen Aufwertung des Bereichs „Stadteingang südliche Altstadt/Salzburger Vorstadt“ als eine neue Visitenkarte des Stadtkerns von Braunau am Inn.

 

Entfernung des Brunner- oder Stadtparkrestes

 

Neben dem Abriss von bestehenden Gebäude(teilen) des Krankenhauses ist eine Auflassung des Restes des bestehenden Stadtparks mit ca. 880 m² notwendig. Dies ist aus Sicht der Stadtplanung aufgrund des hohen Durchgrünungsgrades der Umgebung und bei Aufwertung der umliegenden Zonen vertretbar. Erhaltenswürdiger Baumbestand soll bestmöglich in die Planung der umliegenden Platzgestaltungen mit einbezogen werden. Das Gesamtvorhaben bringt durch neue Platzgestaltungen und Begrünungen erhöhte Aufenthaltsqualitäten und eine Aufwertung des Stadtteils.

 

Verbesserung von Fußgänger- und Radfahrwegen

 

In der Gesamtgestaltung entstehen weitere Verbesserungen der Fußgänger- und Radfahrwege entlang der Ringstraße bis hin zu einer neuen und direkten Anbindung an das Naherholungsgebiet Im Tal.

 

Lage, Größe und Höheentwicklung

 

Die Lage, die Größe und die Höhenentwicklung des untersuchten Parkhauses für Braunau orientieren sich am Bestand und wurden mit der Stadtplanung abgestimmt (siehe Modellfoto). Nach einer Grundsatzentscheidung können die Fassaden- und Dachgestaltung in einem eigenen Prozess abgehandelt werden, vorstellbar wären zum Beispiel die ganz oder teilweise Begrünung einer skulpturalen Fassade oder eine altstadtgerechte Hausfassadenlösung.

 

Nach der Grundsatzentscheidung könnte die Parkgarage im Jahre 2018 errichtet werden und im Jahre 2019 in Betrieb gehen. Für die geschätzten Errichtungskosten in Höhe von EUR 3,400.000,00 exkl. USt. wird eine Amortisation von 15 Jahren prognostiziert. Beabsichtigt ist eine eigene Errichtungs- und Betriebs-GmbH zu gründen. Gesellschafter sind die TAU-Gruppe mit 51% und die Stadtgemeinde Braunau am Inn mit 49%.

 

Ausgangslage und Bedarf

 

Aufgrund des wachsenden Problems der fehlenden Verfügbarkeit von Parkplätzen in der Braunauer Innenstadt wurden in den letzten 20 Jahren seitens privater Betreiber und der Stadt Braunau verschiedene Standorte für eine Parkgarage beziehungsweise Tiefgarage untersucht und geprüft. Konkrete größere Projekte, wie zum Beispiel eine Tiefgarage unter dem Stadtplatz, konnten jedoch aus verschiedenen Gründen nicht verwirklicht werden.

 

Exkurs: Einschub Redaktion: Tiefgaragenidee

 

Anfang bis Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts fanden zwischen dem damaligen Bürgermeister Gerhard Skiba und eines Teiles des damaligen „Forums Mensch und Umwelt“ (Politische Vorläufergruppierung der Braunauer GRÜNEN) einige Gespräche statt. Das Thema war eine Tiefgarage im Zentrum Braunaus. Leider wurde diese Idee nicht weiterverfolgt, da zwei Parteibasen eine solche von vornherein ausschlossen. Diese Basen hatten die absolute Mehrheit inne.

 

Exkurs: Einschub Redaktion Ende

 

Bereits umgesetzte Maßnahmen reichen nicht aus...

 

Bereits umgesetzte Maßnahmen, wie zum Beispiel die Ausweitungen der Stellplätze auf der Festwiese (Filzmoserwiese) und bei den Kapuzinergründen, eine Neuorganisation der Kurzparkzonen sowie die Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs konnten zwar Verbesserungen bewirken, den wachsenden Bedarf an ganztägig verfügbaren Stellplätzen, speziell im Innenstadtbereich, jedoch nicht vollständig lösen.

 

Krankenhaus St. Josef sucht umsetzbare Lösungen

 

Auch das Allgemeine Öffentliche Krankenhaus St. Josef in Braunau sucht seit Jahren nach einer umsetzbaren Lösung, mit der das Angebot an Parkplätzen für Patienten, Besucher und Mitarbeiter verbessert werden kann. Das Krankenhaus Braunau stellt die wichtigste Gesundheitseinrichtung in der Region dar – mit 386 Krankenbetten (ca. 27.000 Patienten/Jahr), den Ambulanzen (ca. 71.000 Patienten/Jahr bzw. rund 150.000 Patientenfrequenzen) und nicht zuletzt mit 1.467 Mitarbeitern. Darum wurde von Stadt und Krankenhaus gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Machbarkeit eines Parkhauses für Braunau untersucht. Mit einer Gesamtlösung können die oben genannten Ziele erreicht werden.

Kontra:

Braunaus GRÜNE:

Umstrittenes Parkhaus wird als Idylle präsentiert...

BRAUNAU. (Grüne) Dem Gemeinderat wurde am Montag, 22. Mai 2017, die Fassaden- und Platzgestaltung für das geplante Parkhaus im Brunnerpark vorgestellt. Für die Grünen Braunau war diese Präsentation nicht überzeugend. Auch eine aufwändige Fassade mache das umstrittene Projekt nicht sinnvoller.

 

Gemeinderat Manuel Parfant, Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Energie: 

 

„Zu sehen war der Versuch einer Computer-animierten Idylle, bei der die Perspektiven so gewählt waren, dass die Ersatzfläche für den Stadtpark sehr groß und das Parkhaus sehr niedrig erscheint. Tatsächlich wird es 18,5 Meter hoch.


Auch die Kioske werden, entgegen der Darstellung, bleiben. Sie sind in Privatbesitz. Demnach ist die präsentierte Einbeziehung der Salzburger Vorstadt in die Platzgestaltung eine reine Illusion. Weder machbar noch finanzierbar.


Wenig überraschend, zeigt die Präsentation viel Beton. Was vom jetzigen Park übrig bleibt, ist ein betonierter Platz mit kaum Grün.“

 

Bis zu einem gewissen Grad sei es verständlich, dass jene die ein Projekt verkaufen wollen, es möglichst gut darstellen doch etwas näher an der Realität sollte man schon bleiben, appellieren die Grünen Braunau an die Vorantreiber des Projektes: Bürgermeister Hannes Waidbacher, Planungsausschuss-Obmann Wolfgang Grabner-Sittenthaler und Krankenhaus-Geschäftsführer Erwin Windischbauer.

 

Allein die Fassadengestaltung verteuert das Projekt um weitere 200.000 Euro auf insgesamt 3,7 Millionen Euro. Platzgestaltung, Zufahrt, Kreuzungslösung nicht inkludiert.

 

Manuel Parfant: „Wir Grünen bleiben beim NEIN zum Parkhaus an diesem Standort. Es ist aus unserer Sicht ein kurzsichtiges und unwirtschaftliches Projekt.

 

Zerstört viel, bringt wenig

 

Es zerstört den Park und die Allee mit 30 wertvollen, über hundert Jahre alten Bäumen, entstellt mit einer Höhe von 18,5 Metern das Stadtbild und bringt tatsächlich nur 104 statt der versprochenen 219 Parkplätze.“

219 versprochene Parkplätze im Parkhaus, minus 35 Parkplätze, die für Mitarbeiter/innen reserviert sind, minus​ 80 Parkplätze die dem Parkhaus weichen müssen, ergibt nur ​104 tatsächlich neu entstehende Parkplätze für die Allgemeinheit. Allein das Krankenhaus hat 850 Pendler/innen, 71.000 Ambulanzpatient/innen und tausende Besucher/innen pro Jahr.

Diese geringe Anzahl von Parkplätzen ist im Verhältnis zum Ausmaß des zerstörten Grünraums grob unverhältnismäßig, so die Grünen Gemeinderät/innen.

Weiterhin überhaupt nicht vom Parkhaus überzeugt: Braunaus GRÜNE schreiben von vorgetäuschter Idylle

Ob dieses Geschenkes der Geschichte hocherfreut, darf ich als junge Redakteurin dem edlen Schenker danken und den Braunauern zur Freude der Original-betrachtung übermitteln das Original-           dokument einer Widmung aus der Kaiserzeit:

Brunner-Park protokolliert 2016.pdf
PDF-Dokument [57.7 KB]

 

kreativMedia ARGE Presseagentur

A-5280 Braunau am Inn Laaber Holzweg 42

Kontakt: redaktion@kreativmedia-arge.at

 

PRESSEAUSSENDUNG IM AUFTRAG DES VEREINES „LEBENSWERTES BRAUNAU“ ZUM THEMA:

Rechnerische Effizienz eines neuen „Krankenhaus-Parkhauses“

BRAUNAU. (km/mm) Dass die Stadtgemeinde Braunau am Inn ein Defizit an Parkplätzen aufweist, steht außer Frage. Wie diesem Problem entgegengewirkt werden soll, ist laut der Kommunalverwaltung ebenfalls bereits ausreichend kolportiert. Es soll ein „Krankenhaus-Parkhaus“ entstehen. Bislang sind Schritte des Bürgermeisteramtes sowie des Stadt- und Gemeinderates nur insoweit erfolgt, als es einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss gibt, eine Fläche umwidmen zu wollen.

 

Keine Einstimmigkeit

 

Nicht einstimmig hingegen sind die Absichtserklärungen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen. Wie in der virtuellen Zeitung (E-Paper) unter www.kreativmedia-arge.at bereits hinlänglich berichtet, lehnen die GRÜNEN sowie die Freiheitliche Partei Braunaus ein Parkhaus am geplanten Standort ab. Die ÖVP Braunau steht geschlossen hinter ihrem Bürgermeister Hannes Waidbacher, die SPÖ Braunau bekundet zwar ihre Zustimmung im Bericht der Tageszeitung „Oberösterreichische Nachrichten“, hat sich aber entgegen den anderen Parteien durch eine eigene Stellungnahme noch nicht geäußert. Auch noch nicht geäußert hat sich der Bundesdenkmalschutz, da dieser erst tätig wird, sobald die rechtswidrige Handlung gesetzt wird.

 

 

Zahlen sprechen eindeutige Sprache

 

 

Betoniert werden sollen 219 Stellplätze – zunächst; denn 135 wären noch vorgesehen – für eine zweite Bauetappe. Deren Finanzierung müsste aber erst abgeklärt werden und ist eher vage. Gewiss könnte aber sein, dass:

 

  1. 100 Parkflächen zugebaut werden sollen. Diese liegen im Freien rund um das Krankenhaus, und zwar: 30 Stellplätze im „Brunner-Park“, 20 Stellplätze auf dem Krankenhausvorplatz sowie derer etwa 50 in den Bereichen „Krankenhausgasse“, „Talstraße“, „Max Fink-Straße“ sowie Jubiläumsstraße (Gewiss: 219 minus 100 ist gleich ein Gewinn von vorerst 119).
  2. Diese Zahlen sind hier zum ersten Mal erfasst und bisher noch nie erwähnt worden. Dabei bedeuten sie viel im Zusammenhang mit offiziellen Zahlen, und zwar:
  3. 35 Stellplätze im Parkhaus sollen fix vergeben werden an Krankenhausmitarbeiter zu günstigen Monatsmieten (für andere, öffentliche Zwecke verbleiben ab jetzt: 84). Den Anrainern werden angeblich (keine Sicherheit!) günstige Tarife für Dauerparkplätze angeboten. Nehmen wir einmal günstigerweise für eine Stellvermehrung von 15 (es sind sicher mehr …) an, sind wir jetzt bei der Zahl von 69 gewonnen Stellplätzen.
  4. Die Zahl von 35 Stellplätzen sind bei der hohen Anzahl von Krankenhausmitarbeitern viel zu wenig, sodass wir im günstigsten Fall für eine Stellvermehrung etwa +75 annehmen dürfen (zu bedenken ist, dass für Letztere im Zentrum fast keine freien Stellflächen mehr vorhanden sind). Nun, dann wären wir jetzt schon bei der Zahl – 6.
  5. Die Zahl von –6 verbleiben im Parkhaus dann: Dem öffentlichen Verkehrs- und Parkaufkommen, den Besuchern und Besucherinnen Brunaus.
  6. Diese Berechnung kann man dann den Betreibern des Parkdecks, den Mitarbeitern des Krankenhauses und der Stadtgemeinde und ihren politischen Mandataren des Souveräns.präsentieren. Zusätzlich sollte ihnen verdeutlicht werden, dass – anders berechnet – nie im Leben etwa 500 Pkws der Mitarbeiter auf einem Parkdeck Platz finden werden. Auch nicht, wenn eine zweite Bauetappe 135 Stellplätze schaffen sollte.

Die Folgen

 

 

Dazu bedarf es nicht viel Fantasie: Es wird zu einem Gerangel unabsehbaren Ausmaßes kommen. Denn wer fände Platz? Zunächst die Mitarbeiter, deren Dienst früh beginnt. Später träfen ein:

 

Ambulanzpatienten, Besucher von stationären Patienten oder Besucher von Braunau und, und, und …Sie zahlen eine Tagesgebühr von etwa acht Euro. Das ersparen sich auf der gebührenfreien Filzmoser-Wiese jene, die später nachkämen und somit ausweichen müssten. All das möge bedacht sein – von jenen, welche das Parkdeck befürworten: Denn mit dieser Zahl (- 6 im allergünstigsten Fall) erschwert es sich im jetzt dagegen fast „paradiesisch“ anmutenden Vergleich, das Auto abzustellen.

 

 

 

Somit dünkt grob fahrlässig, ein Parkdeck zu betonieren für 3,5 Millionen Euro NETTO: Denn noch fehlen die Nebenkosten oder etwaige Mehrkosten. Was für ein Aufwand! Wofür? Für nur eine Anzahl von Mehr-Abstellplätzen von jetzt schon -6.

 

 

Ein Parkhaus: Wenn es errichtet werden soll um jeden Preis?

 

 

Dann verschone man damit aber das Areal des gemeindeeigenen Brunner-Parkes! Er wird auch „Stadt-Park“  genannt, weil er für alle Braunauer verfügbar ist. Für sie muss er erhalten bleiben – bei allen weiteren Bauvorhaben des Krankenhauses.

 

 

Teil zwei des geplanten Bauvorhabens

 

Auf dem Grund des Krankenhausareals könnte dann der geplante „Teil 2 des Parkhauses“ mit 112 Stellplätzen erfolgen. Diese wären dann zusätzlich vorhanden – zu sämtlichen Parkplätzen, welche im Freien noch bestehen. Somit wäre ermöglicht, dass zumindest ein kleiner Teil von Mitarbeitern und Patienten im Nahbereich parken könnte. Bei Ambulanzpatienten wird ja mit freien Plätzen geworben – wie auch bei Patienten-Besuchern und bei Mitarbeitern, welche pendeln müssen. Ob bei ihnen das Versprechen eingelöst werden kann?

 

Zusicherungen und ein denkbarer Vergleich mit der Wacker-Chemie Burghausen

 

Zahlreiche Zusicherungen sind ja bekundet worden, aber in einem Paralleluniversum gegenüber dem Recht, das Krankenhausmitarbeiter einfordern: Nämlich direkt zu parken beim Arbeitsplatz. Dazu ein Vergleich: Im Umfeld ihres Arbeitgebers haben etwa Mitarbeiter der „Wacker Chemie Burghausen“ sehr wohl Parkplätze. Doch von diesen aus zur jeweiligen Wirkungsstätte ist noch ein Weg bis zu einer Viertelstunde mitunter sogar mit dem Fahrrad zurückzulegen.

 

Fehler der Vergangenheit und deren Beseitigung

 

Zusätzliche Distanzen betreffen sehr viele Angestellte größerer Betriebe besonders dann, wenn in der Innenstadt ein solcher angesiedelt ist, so wie wie etwa in Braunau das Krankenhaus. Es ist mehrfach umgebaut und über Jahrzehnte hinweg zusätzlich vergrößert worden. In all der Zeit hat man es aber stets vernachlässigt, für Parkplätze zu sorgen und hat geeignete Areale sogar verkauft! So etwas nennt man langläufig zukunftsfremdes Denken ohne Vorausschau. Was ist dadurch geschehen? Nun, es wird eng in der Altstadt, wo das Krankenhaus expandieren möchte. Die verantwortlichen Beauftragten des Souveräns haben zu spät an das notwendige Parken gedacht. Dafür drängt sich eine Lösung auf, nämlich die gesamte Innenstadt als ein einziges „Parkhaus“ in Form einer einzigen Pkw-Abstellstätte aufzufassen. Sie wäre dann die einzige Einnahmequelle. Damit aber auch Geschäftsleute und Gastronomen verdienen, sollte mittel-bis langfristig erwogen werden, einen anderen Standort des Krankenhauses ins Auge zu fassen. Dieser sollte sich eher am Stadtrand befinden und zirka 1.600 Mitarbeitern als Arbeitsstätte dienen. Dies würde auch dem AMS gefallen, denn es würden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, vor allem für die Jugend.

 

 

Wie kann diese Zeit überbrückt werden?

 

Doch bis zu dessen Umquartierung könnten die Autos dennoch geschickter verteilt werden, denn es verkehren ja kostengünstige Citybusse. Sie würden die kostenfreien Parkplätze am Stadtrand erreichen. Von dort aus soll schnell und kostengünstig die Innenstadt mit Kauf- und Arbeitsstätten, Gebietskrankenkasse, Ärztehaus und ansässigen Hausärzten sowie das noch dort befindliche Krankenhaus erreicht werden. Dessen Mitarbeiter oder Patienten, wie auch anderweitig Beschäftigte sollen ab sofort mit Bussen, besonders zu den Dienst-Beginnszeiten schon ab 5 Uhr 50 früh abgeholt werden. Damit verblieben auch die Kurzparkzonen.

 

Langzeitparker

 

Für „Langzeitparker“  breitet sich ja die Filzmoser-Wiese aus. Von ihr geht man etwa zehn Minuten bis zum Krankenhaus, dies bei hinlänglich körperlicher Verfassung. Aber auch das würde sich erübrigen, wenn Citybusse pendeln. Denn dann könnte man auch weiter außerhalb parken, wie etwa im kostenfreien Bereich des Einkaufszentrums neben dem Kino oder auch auf dem großen Platz beim Freizeitzentrum Braunaus. Die eher leeren Busse wären bei Weitem besser ausgelastet, so wie beispielsweise am Markttag mit einer „Park & Ride“-Lösung. Auch den Pendlern könnte es Freude bereiten, wenn sie nach einer Anreise, welche bis zu einer Stunde dauern kann, noch freie Parkplätze vorfänden. Auf einem Parkdeck mit einem -6-Angebot hätten sie nur den Vorteil, dass sie nach einem „Stressherzinfarkt“ gleich bei der richtigen Stelle wären, nur bliebe das Auto leer auf der ‚Straße stehen…

 

Betriebsräte des Krankenhauses werben für das Parkdeck

 

Für ein Parkdeck werben aber die Betriebsräte des Krankenhauses, und zwar laut dem Zeitungsartikel in den OÖN vom 21. 10. 2016 unter dem Titel: „Ein Parkhaus – ja, bitte“: Die bejahte Bitte betrifft reines Wunschdenken, wenn es heißt, dass neben den Patienten auch die Mitarbeiter Parkflächen brauchen, denn vom Auto bis zur Station zu gehen, sei belastend bei längerer Strecke, um dann den Dienst leisten zu müssen. Sie absolvieren auch Spät- und Nachtdienste und wollen schon lange - vom Parkhaus kommend - ins Krankenhaus gelangen. Denn, so berichtet die Tageszeitung, müsse frau/man das Krankenhaus umkreisen, um zu einer freien Parklücke zu gelangen.

 

 

Alternative Lösungen

 

Die kolportierten Wünsche könnten aber erfüllt werden, wenn eines Tages das Krankenhaus neu erbaut würde auf einem großflächigen Areal. Doch eng pfercht sich alles in der Innenstadt. Deren geografische Lage und der Grenzfluss ermöglichen am besten ein Parkhaus anstelle des Finanzamtes am Inn direkt an der Umfahrungsstraße. Dort könnte man groß antragen, oder etwa nicht?

 

Viel Parkraum ermöglichten auch Aufbauten auf der Filzmoser-Wiese. Auch das wären Lösungen, welche in die Zukunft wiesen. Bis aber solche Alternativen, geprüft, entschieden und finanziert werden, braucht Braunau ein Park-Leit-System und Shuttledienste, damit gewährleistet ist, was die Bürger eigentlich wünschen, dass nämlich die Innenstadt leiser wird, indem weniger Abgase verpufft werden und dass die Luft weiterhin gefiltert, befeuchtet und gekühlt wird durch die prächtigen Sauerstoffspender im Brunner-Park.

 

So weit die Presseaussendung der kreativMedia ARGE Presseagentur im Namen des Vereines LEBENSWERTES BRAUNAU

Pro:

Stellungnahme der Stadtgemeinde Braunau zur Presseaussendung:

BRAUNAU. (km/mm) Inwischen liegt auch eine Stellungnahme der Stadtgemeine Braunau zur jüngsten Presseaussendung des Vereines vor: Dort wurde verlautet, man müsse abwarten, wie sich die Willensbildung der Gemeindeorgane entwickle.

Kontra:

Umstrittenes Parkhaus:                 Instrument zur wunderbaren Parkplatz-Vermehrung?

BRAUNAU. (km/mm) In einem öffentlichen Schreiben spricht der Betriebsrat des Braunauer Krankenhauses von einem „Anrecht des Personals auf Parkplätze neben dem Krankenhaus“ und argumentiert damit für das umstrittene Parkhaus im Stadtpark. Die Grünen Braunau finden den Wunsch der Mitarbeiter/innen nach nahen Parkplätzen legitim und verständlich. Doch würde das Parkhaus diesen nicht einmal ansatzweise erfüllen.

 

„Hört man die Argumente der Betreiber klingt es so, als wäre das Parkhaus ein Instrument zur wunderbaren Parkplatzvermehrung. Das Gegenteil ist der Fall“, meldet sich der Grüne Gemeinderat und Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses der Stadtgemeinde, Manuel Parfant, mit interessanten Zahlen zu Wort. „In der Machbarkeitsstudie ist die Rede von 35 Parkplätzen die für Mitarbeiter/innen zur Verfügung stehen. Für rund 1400 Menschen, die im Krankenhaus beschäftigt sind, ist das nicht viel.Kosten würde so ein Parkplatz pro Mitarbeiter/in, laut Studie, 48 Euro pro Monat. 576 Euro pro Jahr.

 

Die maximale Parkgebühr im Parkhaus beträgt pro Tag, laut Studie, 6 Euro.

Wenn Mitarbeiter/innen des Krankenhauses ohne fixem Parkplatz im Parkhaus parken würden, macht das bei 20 Arbeitstagen 120 Euro pro Monat. Kostspielige 1.440 Euro pro Jahr.“

Kontra:

Kunst mischt sich ein

Stadtpark stirbt
Das Thuringer - Ellinger Werk zum Betrachten als Pf-Datei
Stadtpark stribt.pdf
PDF-Dokument [1.8 MB]

Zur besseren Lesbarkeit der Prosa von Karl Ellinger:

Ein künstlerisches Team-Work anlässlich des Braunauer Herbstsalons 2016 von Karl Ellinger und Bildkünstler Georg Thuringer

Kontra:

Basis-Widerstand formiert sich, GRÜNE und FP bekunden Ablehnung!

REGION. (km/mm) Dem aufmerksamen Beobachter der Braunauer und regionalen Polit-Szene dürfte es nicht entgangen sein: War es anfänglich kein Thema für Bürgermeister Hannes Waidbacher, dem Braunauer Gemeinde- und Stadtrat und den Fraktionen ein sogenanntes „Open-air“-Parkhaus nebst dem bundesdenkmalgeschützten Bereich des Braunauer Krankenhauses zu errichten, schlägt die Stimmung dagegen langsam, aber sicher um. Die GRÜNEN und die FREIHEITLICHE PARTEI BRAUNAU lehnen das Projekt ab. Und, was ebenfalls noch hinzukommt, ist der Fakt, dass der Bundesdenkmalschutz eindeutig eine Veränderung des Bebauungsgebietes verbietet.

 

Obendrauf ist jetzt die Stellungnahme des Braunauer Stadtvereines erschienen, die wir hier veröffentlichen. Diese beinhaltet „niederschmetternde“ Nachrichten für die Parkhaus-Betreiber, ich möchte jedoch noch nicht vorgreifen, da – wie geschrieben – noch veröffentlicht wird.

 

Vereinsgründung „Lebenswertes Braunau“ im Gange, es folgt Rechtspersönlichkeit

 

In der Zwischenzeit hat sich ein Verein proponiert, der bereits Rechtspersönlichkeit erlangt hat. Der Name lautet nach einstimmigem Beschluss: „Verein lebenswertes Braunau“ und darf neben vielen Mitgliedern namhafte Persönlichkeiten Braunaus schon zu seinen Mitgliedern zählen. Dazu – um nur als Beispiele zu nennen: Ing. Peter Krebs, Obmann des Team 68 Braunau und Ex-Messebetreiber, Klaus Prexl ehemals Obmann des Tourismusverbandes Braunau, Rotraud Steiger als einstimmig gewählte Obfrau und Anrainerin des Parkhausgeländes, und viele andere. Zwischenzeitlich sind Alois-Felix Mairoll und Dipl. Des. Renée Mühringer aus presserechtlichen Gründen aus dem Verein ausgetreten, dies hat eine Änderung der Schriftführung des Vereines bewirkt, Christa Staiger ist neue Schriftführerin. Was seitens der Parkhausbetreiber völlig außer Acht gelassen wird und mittlerweile schon wurde ist, dass eine „Alibi-Begrünung“ keinen Ersatz für die Beheimatung zahlreicher Tiere sein kann, genauso wenig für die Befeuchtung und Sauerstoffgewinnung der Patienten im Krankenhaus und der gesamten Braunauer Bevölkerung. Wie soll ein stationär untergebrachter Patient des Klinikums St. Josef gesunden, wenn eine „Frisch-Belüftung“ nicht erfolgen kann, weil das Objekt „open-air“ geplant ist. Umso unverständlicher ist die getroffene Aussage des Braunauer Bürgermeisters gegenüber dem Printmedium „Bezirks-Rundschau-Braunau“, in der er selbst von einem „Betonkasten“ spricht und eine Verwirklichung der Bauentscheidung noch 2016 erwartet werden kann.

 

Die juristische Seite

 

Nach Rückerkundigung bei der Salzburger Paris-Lodron-Universität, rechtswissenschaftliche Fakultät darf festgehalten und publiziert werden, dass die Widmung des ehemaligen Braunauer Bürgermeisters Dr. Brunner für die Braunauer Bevölkerung ad personam erfolgte und durch alle Regierungsformen hindurch (Monachrchie, 1. Republik, Drittes Reich und 2. Republik) gesamtzeitlich aufrecht war und ist. Eine, wenn auch nur teilweise, Entfernung des Dr. Brunner-Parkes ist auch aus diesem Grunde schon rechtswidrig, da es rechtlich völlig unmöglich ist, dass sich die Braunauer Bevölkerung durch ihre Mandatare ohne Volksbefragung nicht selbst enteignen kann.

 

Auch ist der Fakt zu berücksichtigen, dass eine mehr als zweiwöchige, stationäre Aufnahme eine meldepolizeiliche Wohnsitz-Ummeldung bewirkt und diese Patienten zu zeitlich befristeten Anrainern werden.

 

Schreiben der List Rechtsanwalts-GmbH an die Stadtgemeinde Braunau am Inn

 

Spätestens seit dem 13. September 2016 liegt der Bauabteilung des Stadtamtes Braunau am Inn (glaublich via E-Mail rathaus@braunau.ooe.gv.at) ein Schreiben der oben genannten Rechtsanwaltskanzlei, Sozietäten Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List, Rechtsanwalt, Mag. Fiona List, Rechtsanwaltsanwärterin und Mag. Piotr Pyka Rechtsanwaltsanwärter in Kooperation mit den Sozietäten Englmair-Duursma-Kepplinger, Rechtsanwälte GmbH vor. In diesem Schreiben der Parteistellung innehabenden Anrainer Herr Mag. Michael Gerner, Ringstraße 63, A-5280 Braunau am Inn, Herr Johann Steiger, Salzburger Vorstadt 22/1, A-5280 Braunau am Inn und Frau Rotraud Steiger, Salzburger Vorstadt 22/1 vor, in welchem die Beauftragung bestätigt und im Betreff Entscheidung zum Umwidmungsvorhaben, das Umwidmungsvor-haben an sich und das Objekt beeinsprucht werden. Auch wird darin der Antrag gestellt, der Gemeinderat der Stadt Braunau möge die Änderung des Flächenwidmungsplanes Nr. 5 – Änd. Nr. 19 und des Bebauungsplanes Nr. 24/1 – Änd. Nr. 62 wegen Verletzung von Verfahrensvorschriften sowie wegen inhaltlicher Rechtswidrigkeit ablehnen. Dies unter ausdrücklicher Betonung der Rechtsfolgen einer anderen Entscheidung inklusive der Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof und der möglichen schuldhaften Verletzung iSd § 1 AHG, welche Amtshaftungsansprüche ausdrücklich vorsieht.

Lit. a.) Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer, beachten Sie bitte das beigefügte Pdf-Dokument auf www.kreativmedia-arge.at/ - Danke!

Kontra:

Einwendungen des Braunauer Stadtvereins

An das Stadtamt Braunau am Inn

Bauabteilung

Stadtplatz 38

5280 Braunau

 

Braunau, 12.09.2016

 

 

 

 

Betrifft:   Flächenwidmungsplan Nr. 5 und Nr. 19, BPl Nr. 24/1- Änd. Nr. 52

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Der Stadtverein Braunau dankt für die Verständigung vom 05.08. 2016 in der o.g. Causa und nimmt dazu in offener Frist wie folgt Stellung.

 

Die von der Stadtgemeinde Braunau beabsichtigte Änderung des Flächenwidmungsplanes Nr. 5, sowie des Bebauungsplanes Nr. 24/1 wird mit folgender Begründung vom Stadtverein Braunau abgelehnt:

 

1. Änderung des Flächenwidmungsplanes von Grünland bzw. Verkehrsfläche in Kerngebiet:

 

Das gegenständliche Areal ist der Restbestand einer im Jahr 1889 vom damaligen Bürgermeister Dr. Brunner an die Stadt geschenkten Parkanlage, die städtebaulich zeittypisch die wesentlichen Merkmale einer den historischen Stadtkern um- bzw. abschließenden Grün- und Erholungszone (Park) aufweist (Reste des Glacis nach Schleifung der Festungsanlagen). Der Platz ist eindeutig Bestandteil des historischen Stadtkernes und ist in seinem, durch konzeptlose und unsensible Stadtplanung reduzierten Bestand, als historisches, städtebauliches Erbe zu erhalten. Die 127 Jahre alte Parkanlage mit ca. 28 vitalen großkronigen Bäumen, ist neben dem Palmpark die größte stadtökologisch wirksame und bedeutsame Zone der Innenstadt. Hier im Umfeld eines Wohngebietes und einer Krankenanstalt mit vielen geschwächten Menschen einen massiv  Lärm und Gase emittierenden Baukörper zu planen bzw. „zentrumsübergreifende begrünte Platzgestaltung“ anzudenken, ist verantwortungslos und mit jedweder Umweltverträglichkeit nicht vereinbar. 

2.   Unvollständige Unterlagen gem. §36 Abs. (6) des OÖ.ROG:

 

Der Änderung des Flächenwidmungsplanes bzw. Bebauungsplanes fehlt bei der im OÖ.ROG geforderten Begründung die Grundlagenforschung sowie eine Interessensabwägung. Wesentliche Bestandteile einer solchen sind das Vorliegen eines Generalverkehrskonzeptes für die Altstadt, eine Beurteilung von Standortalternativen und eine Machbarkeitsstudie für das geplante Parkhaus, die mit dessen Betrieb verbundenen Emissionswerte, sowie das Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die neue Situierung des Hubschrauber Landeplatzes.  Dem Stadtverein ist bekannt, dass ein Generalverkehrskonzept beauftragt ist und dass eine Machbarkeitsstudie für das Parkhaus vorliegt, welche allerdings erst im Herbst 2016 „öffentlichkeitswirksam“ werden soll. Es ist aus Sicht des Stadtvereines völlig unverständlich, noch vor dem Vorliegen der vorgenannten Forschungsergebnisse überhastet die Änderungsverfahren mit der Begründung durchzuziehen, dass die Änderung „aus Sicht der Raumordnung und des Städtebaues zu befürworten sei“.

 

3. Öffentliches Interesse, Qualität und Verständlichkeit der Änderungsunterlagen:

 

Nach Ansicht des Stadtvereines sind die Inhalte bzw. die künftigen Auswirkungen der beiden Änderungsverfahren so nachhaltig, dass daraus ein allgemeines öffentliches Interesse (zumindest für alle Bewohner des alten Stadtkernes) gegeben und auch Parteistellung einzuräumen ist. Die Beeinträchtigung der Wohn- und Lebensqualität durch den Hubschrauber Landeplatz, durch verstärktes Verkehrsaufkommen und damit verbundene verstärkte Emissionen beim Betreiben des Parkhauses betreffen nicht nur die zur Stellungnahme eingeladenen 29 Personen und Institutionen, sondern alle angrenzenden Wohngebiete und vor allem alle Altstadtbewohner.

 

Die für die Stellungnahmen bereitgestellten Unterlagen sind für eine ausreichend verständliche Information bzw. Erläuterung der geplanten Maßnahmen völlig unzureichend und mangelhaft. Ihre Verständlichkeit ist nicht einmal für einschlägig geschulte Fachleuten ausreichend. U.a. fehlen wesentliche Darstellungen der Höhenprofile in Verbindung mit der umgebenden Bebauung bzw. eine nach dem Stand der Technik mögliche und übliche Visualisierung (Modell) der künftigen Kubaturen und Anordnung der Baumassen. Diese unumgänglichen Unterlagen lagen bei einer Einsichtnahme im Stadtamt nicht auf, sondern sind „Verschlussteil“ einer Machbarkeitsstudie, die erst im Herbst 2016, also nach Ablauf der Auflagefrist, öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Der Unmut der betroffenen Bevölkerung über dieses „Versteckspiel“ ist nachvollziehbar und verständlich. Die von der Stadt Braunau propagierte Bürgernähe ist damit keinesfalls gegeben.

 

4. Stadtbauliche Beurteilungen:

 

- Umwidmung

Sollte es trotz Umwidmung nicht zur Errichtung des Parkhauses auf dem Gelände des Brunnerparks kommen, so ist auch jede andere Form der Bebauung strikt abzulehnen.  Es ist davon auszugehen, dass erst einmal gewidmetes Bauland wiederum für unkoordinierte Erweiterungsbauten des Krankenhauses von der Stadt zur Verfügung gestellt wird.

 

-Änderung des Bebauungsplanes

Die geplante gestaffelte Höhenzonung der Baukubatur (27,0m -11,5m) ist in ihrer massigen, klobigen Struktur in unmittelbarer Beziehung zur Struktur des historischen Altstadtkernes unsensibel gesetzt und somit gestalterisch nicht mit diesem verträglich. Geradezu skurril, zynisch und lächerlich lesen sich die zu den geplanten Baumassen und Nutzungen (Krankenhaus, Hubschrauber Landeplatz, Parkdecks) gemachten textlichen Vorgaben: „ Die äußere Form der Gebäude ist auf die bestehenden Ensembles der Braunauer Altstadt abzustimmen. Die Fassaden sind entsprechend zu strukturieren und die oberen Geschosse in die Dachlandschaft der Altstadtgebäude durch entsprechend Farb- und Materialgebung zu integrieren“.!?!

 

-Städtebauliche Zuordnung

Aus Sicht der städtebaulichen Zuordnung ist die langgestreckte südliche Randzone des Altstadtkernes für die Errichtung eines mehrgeschossigen Parkdecks ungeeignet. Das Hineinzwängen massiver Baukörper in diese strukturelle Engstelle mit dem zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommen des Verkehrserzeugers Parkhaus (Ein- und Ausfahrten sind aus den Plänen nicht ersichtlich) entspricht keinesfalls einer verantwortungsvollen, nachhaltigen Stadtplanung. Das geplante Übergreifen der neuen Bebauung über die bestehende klare südliche Bebauungsgrenze des historischen Stadtrandes hinaus bedingt einen massiven neuzeitlichen Eingriff, eine Korrektur bzw. Intervention, die im Sinne der Pflege und der Erhaltung des alten Stadtbildes strikt abzulehnen ist.

 

Resümee

 

Der Stadtverein ist aus vorangeführten Argumenten der Ansicht, dass der von der Stadt Braunau angestrebte Verfahrensablauf neben Mängeln in der Grundlagenforschung, Inkompatibilitäten mit dem OÖ.ROG auch große Defizite hinsichtlich Bürgernähe und Bürgerverständnis aufweist. Die Bürger der Altstadt von Braunau waren in den 70er Jahren bei der Erstellung des Bebauungsplanes „Alter Stadtkern“ nur schwer von der Notwendigkeit einschränkender  Bauvorschriften  zur Erhaltung der historischen Bausubstanz zu überzeugen. Intensive Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation (Vorstellung Bebauungsplan, Färbelungsplan, Altstadtsymposien etc.) und das gut bzw. fachgerecht sanierte Beispiel haben bei den Bürgern über die Jahre hinweg ein Altstadtbewusstsein bewirkt, das sich in der großen Akzeptanz der Strategien zur Altstadterhaltung immer wieder bei der Umsetzung von Baumaßnahmen bestätigt.

 

Bedauerlicherweise geht man, wie das gegenständliche Umwidmungsverfahren zeigt, von Seiten der Stadt Braunau nun nicht mehr den Weg der Bürgerbeteiligung und der Bürgernähe, sondern jenen des taktischen Kalküls. Planungen mit einer Tragweite wie im gegenständlichen Fall, müssen den Betroffenen vorgestellt werden, sind im Vorfeld gemeinsam zu diskutieren und zu entwickeln. Diese Offenheit fehlt und der Unmut der Öffentlichkeit ist nur zu verständlich.

 

Die Stadt Braunau wurde im Jahr 1981 aufgrund ihres hochkarätigen Altstadtbestandes und ihren Strategien zur Erhaltung und Pflege im Rahmen der europäischen Kampagne für Stadterneuerung als eine der fünf österreichischen Musterstädte ausgewählt. Es ist Aufgabe und Pflicht der Entscheidungsträger der Stadt diesen hohen Stellenwert zu wahren und gegenläufige Entwicklungen zu verhindern.

 

In diesem Zusammenhang ist die städtebaulich fragwürdige Entwicklung des Krankenhauses mit seinen massiven Eingriffen in das historische Stadtbild zu sehen (laufende Höhenzonung, Stadtsilhouette etc.). Die bisherige Strategie der unkoordinierten laufenden Bauanfügungen und Aufstockungen mit dem Argument  der medizinischen Notwendigkeit wird sich weiter fortsetzen und den Gemeinderat der Stadt Braunau immer wieder mit der Begründung dass „Gesundheitsversorgung vor dem Städtebau ginge“ um eine positive Entscheidung im Sinne des Krankenhausbetreibers in Zugzwang bringen.

 

Dem zu entgegnen und um weitere negative Eingriffe in das historische Stadtbild zu unterbinden, muss endlich vom Krankenhausbetreiber ein Zukunftsprojekt verlangt werden, das auch Bindungen und Zwänge, die sich aus der Eingliederung bzw. Anbindung an das historische Stadtbild ergeben, berücksichtigt. Dazu zählen natürlich auch die Anordnung und der Platzbedarf für die Stellflächen der Autos des Krankenhauspersonals und der Krankenhausbesucher.

 

Der Stadtverein empfiehlt daher eindringlich die beiden Änderungsverfahren einzustellen und künftige weitere Entwicklungen bzw. Planungen in der Sache transparent und bürgernah für die Entscheidungsfindung aufzubereiten.

 

Für  den Stadtverein Braunau

Mag. Arch. Ingomar Engel

 

Ergeht außerdem an:

•          Amt der OÖ Landesregierung, Baurechtsabteilung

•          Bundesdenkmalamt OÖ

•          Fraktionen des Gemeinderates der Stadt Braunau

Kontra:

Die freie Meinung unserer Leser und Hörer

Leserbriefe

 

Plädoyer für den Stadtpark

 

Als ob nie Stimmen dagegen gegeben hätte, werden unbeirrt Grundsatz-Beschlüsse gefasst, den Stadtpark beim Krankenhaus Braunau aufzulassen und stattdessen eine Parkgarage zu errichten. Abgesehen davon, dass der vorgesehene Anteil von zirka 200 Parkboxen für Mitarbeiter im Krankenhaus sicherlich nicht ausreicht, wird damit der völlig ungeeignete Krankenhaus-Standort noch weiter »zementiert« und das jetzt schon im Umfeld bestehende unzulängliche Straßennetz nur noch weiter eingeschränkt und verschlechtert.

 

Der Stadtpark mit über 30 alten Bäumen ist eine der letzten Klima-Reserven im Stadtgebiet Braunaus. Laut Untersuchung der Uni für Bodenkultur Wien kann ein einziger l00-jähriger Baum:

 

• zirka I Tonne Feinstaub pro Jahr filtern,

• bis 400 Liter Wasser pro Tag verdunsten,

• 6,3 Tonnen CO2 pro Jahr verarbeiten,

• bis zu 6 Grad Celsius die Umgebungs-Temperatur absenken,

• zirka 4500 Kilo Sauerstoff pro Jahr produzieren,

• 35.000 Liter Wasser im Jahr speichern;

• seine Blätter filtern die hohen Lärmfrequenzen;

• tausende Tiere finden dort

Nahrung, Schutz und Unterkunft.

 

Es wäre daher nicht verkehrt, sich um die stadt-planerischen Fragen mehr Gedanken zu machen und geeignetere Varianten im Umfeld zu finden.

 

Von Peter Krebs

5280 Braunau

Kontra:

Rettet den Brunnerpark!

 

Jetzt soll es ernst werden! Die Gemeinde hat diese Woche nur die direkten Anrainer verständigt, dass das Verfahren für den Bau des Parkhauses beziehungsweise Parkdecks auf dem Areal des Brunnerparks (und auf dem des Krankenhaus-Festsaales und dem von Parkplatz bis Quergasse) errichtet werden soll. Unser Herr Bürgermeister hat noch in der Gemeinderats-Sitzung vom 7. Juli 2016 erklärt, die Umwidmung habe nichts mit einem Parkhaus zu tun.


Dabei sind die Pläne der Topos III, Stadt- & Raumplanung, Linz, mit 1. Juni 2016 datiert. Und auf diesen Plänen wird das Parkdeck mit einer Höhe mit bis zu 18,5 Meter ausgewiesen. Alle 30 Bäume – großteils mehr als 100 Jahre alte Riesen – sollen gefällt werden. Gerade von einem Krankenhaus mit medizinisch gebildetem Personal würde ich erwarten, dass bekannt wäre, was dreißig Bäume leisten zur Luft-Befeuchtung und Luft-Erneuerung, zum Lärmschutz, zur Kühlung, Sauerstoff-Erzeugung und als Wasser-Speicher. Ein 100 Jahre alter Baum filtert bis zu einer Tonne Feinstaub im Jahr. Und genau das brauchen Stadtbewohner.


Der Angriff auf diesen wertvollen Park gerade durch das Krankenhaus-Personal ist nicht nachvollziehbar und verantwortungslos. Ich nehme an, dass das Personal großteils nicht in der Innenstadt wohnt, sondern im Grünen. Anders kann ich mir das Ansinnen nicht erklären.


Von den Gemeinderäten hat die Grüne Fraktion einstimmig gegen die Umwidmung gestimmt. Dafür möchte ich mich aufrichtig bedanken. Von den anderen Fraktionen kenne ich keinen Gemeinderat, welcher in der Innenstadt wohnte; und daher ist keiner derer in der Lage, zur Sache verantwortungsvoll abzustimmen. Außerdem betrifft es ja nicht nur die direkten Anrainer, sondern zudem hunderte Familien und auch die Bewohner des Elisabeth-Heims und des ehemaligen Zeughauses, ferner die Bewohner an der Jubiläumstraße
und an der Quergasse.


Ich bin der Meinung, dass es auf dem Krankenhaus-Gelände genug Parkplätze gäbe, wenn endlich diese verrosteten Bau-Container und Bau-Gitter und Materialien rund um das Krankenhaus entfernt würden. Wenn die Ambulanzen besser organisiert wären, hätte man nicht bis zu sieben Stunden Wartezeit = Parkzeit.

Wenn die Stadtgemeinde auf der Filzmoser-Wiese endlich den versprochenen Rad-Terminal errichten würde, könnten sicher viele Menschen mit dem Fahrrad in die Innenstadt kommen.
Wie von Geisterhand ist das Hinweisschild »Krankenhaus-Parkplatz« verschwunden. Was ist mit einem Park-Leitsystem wie in allen anderen Städten?
Wir brauchen jede Unterstützung, damit die denkmal-geschützte Innenstadt von Braunau am Inn lebenswert bleibt.


Von Rotraud Steiger
5280 Braunau

ANMERKUNG DER REDAKTIONSLEITUNG: Die Meinungen der Beiträge auf dieser Seite müssen nicht in jedem Fall mit jener der Redaktion übereinstimmen!