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Die deutsche Welle berichtet im Interview über Preisverleihung und den Papst der nach Cardenals Ansicht die Befreiungstheologie ernst nimmt:

Ernesto Cardenal Martinez (92) über Papst Franziskus:

Copyright Interview: DeutscheWelle kurz vor dem Ableben Fidel Castros, Anmerkung der Redaktion: Opus dei und Legionäre Christi - siehe >Illuminati - die Logen...(AMS)

„Verlier nicht die Geduld,

wenn du siehst, wie sie Millionen machen.

Ihre Aktien sind wie das Heu auf den Wiesen.

Beneide nicht die Millionäre und die Kinostars,

denen die Zeitungen acht Spalten widmen,

die in Luxushotels wohnen

und in Luxusrestaurants essen;

bald wird man ihre Namen in keiner Zeitung mehr lesen,

selbst die Gelehrten werden ihre Namen nicht mehr kennen,

denn sie werden abgemäht wie das Heu auf den Wiesen.

 

Lass dich nicht beunruhigen von Ihren Erfindungen,

noch von ihrem technischen Fortschritt.

Den Führer den du heute siehst, wirst du bald nicht mehr sehen,

du wirst ihn suchen in seinem Palast –

und nicht finden.

Die neuen Führer werden Pazifisten sein

und Frieden machen.“

Frei übersetzt nach den „Salmos“

 


 

 

„Wenn die wenigen Reichen mehr zu essen haben, als sie verschlingen können, haben die mehrheitlichen Armen das Recht, sich das Essen von ihnen zu nehmen und nicht nur auf das Jenseits – das Reich Jesu – vertröstet zu werden!“ (frei übersetzt nach einem Interview)

 


Einleitung

 

Seine Freundschaft mit dem Gesinnungsgenossen Che Guevara, von dem ihn eigentlich nur die Gewaltbereitschaft, nicht aber die Philosophie unterschied, ist historisch sicher einzigartig. In diesem Buch soll sein Leben und seine Einstellung geschildert werden bis hin zu seinem Kulturministeramt Nicaraguas, seine Jugend- und Rebellionsjahre sowie die Ansicht eines reifen und gealterten Philosophen und Kirchenkritikers. Obschon vielfach vom Vatikan versucht, ihn als Priester zu exkommunizieren, ist dies bis heute nicht gelungen. Auch seine Statements: „Wenn die wenigen Reichen mehr zu essen haben, als sie verschlingen können, haben die mehrheitlichen Armen das Recht, sich das Essen von ihnen zu nehmen und nicht nur auf das Jenseits - dem Reich Jesu - vertröstet zu werden...!“, sind (r)evolutionär. „Salmos“ – seine Psalmen sind bis heute die Grundlage der Befreiungstheologie.

Alois-Felix Mairoll im Mai 2012

 

 

Salmos

„Die Psalmen, das berühmteste Werk Ernesto Cardenals, haben nichts von ihrer Aktualität, nichts von ihrer Leuchtkraft eingebüßt: Aus der schöpferischen Spannung zwischen dem Bestehenden, das es zu verändern gilt, und der Vision einer menschlichen Welt für die Menschen erwächst der Reichtum und die Weite der Dichtung des Priesters von Solentiname. Die Psalmen erheben eindrucksvoll Anklage gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Lüge. Unerbittlich stellen sie Entfremdung und Entmenschlichung der Gesellschaft dar, die zur Zerstörung der Welt führen darin sind sie heute so treffend wie bei ihrem ersten Erscheinen in den 60er Jahren.

„Das Totenhemd hat keine Taschen,

und seien sie auch noch so groß,

um die Fehler rein zu waschen,

stehen wir vor Satans Stoß.

Da hilft weder Jammern, Klatschen,

der Saldo stellt die Ziffern groß.

 

Frau/man darf dennoch wagen,

zu erfahren manche Lenze.

Die Türme und der großen Wagen,

erteilen Wissenschaft die Grenze,

sollten frau/man die Jahre plagen,

bleibt nur der Schöpfung Reste.

 

Das Denken lassen wir den Andern,

ist gut so, denkt der Volksgenosse,

warum soll ich im Geiste wandern,

und an des Satans Küste stoße,

an dieser Insel dann zu stranden.

 

Vergessen ist des Sohnes Wort,

denn ihr wisst weder Tag noch Stunde,

trägt dem Kapital die Früchte fort

und hinterlässt noch Dank, noch Wunde

und erkennt frau/man an diesem Ort:

Der falsche Pass macht hier die Runde…“

 

AFM, im Mai 2012

 



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